Die Zukunft des Kampfsports?

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Ich habe erst kürzlich einen Beitrag auf dem Blog Raphaels Kampfkunst-Abenteuer gelesen. Es war für mich ein sehr interessanter Beitrag, denn Bertold Brecht hat recht. Ich selbst bin im Ju Jutsu und kämpfe auch auf Tunieren im Fighting-Bereich. Die Regel sind so abstrakt gestalten worden, dass es nicht mehr um den Kampf im eigentlichen Sinne geht, sondern nur noch um ein Geschicklichkeitsspiel. Was ist daran noch Leistungssport? Ist es wirklich eine Leistung den anderen zu Berührung ohne selbst getroffen zu werden? Der folgende Text ist von einem sehr klugen Mann gechrieben worden, der durch seine Literatur sehr berühmt geworden ist:

Bertold Brecht – Die Todfeinde des Sports

Der Sport hat hauptsächlich zwei Feinde, die ihm wirklich gefährlich werden können.

Erstens sind da die Leute, die aus ihm mit aller Gewalt eine hygienische Bewegung machen wollen.
Diese Sorte von Leuten arbeitet mit Vorliebe unter der Devise, Sport sei gesund, und versucht damit, in den Schulen und auch durch populäre Literatur das, was an wirklichem Sportgeist in den jüngeren Leuten steckt, für alle Zeiten zu ruinieren. Selbstverständlich ist Sport, nämlich wirklicher passionierter Sport, riskanter Sport, nicht gesund. Da, wo er wirklich etwas mit Kampf, Rekord und Risiko zu tun hat, bedarf er sogar außerordentlicher Anstrengungen des ihn Ausübenden, seine Gesundheit einigermaßen auf der Höhe zu halten. Ich glaube nicht, dass Lindbergh sein Leben durch seinen Ozeanflug um zehn Jahre verlängert hat. Boxen zu dem Zweck, den Stuhlgang zu heben, ist kein Sport. Der Zweck des Sportes ist natürlich nicht körperliche Ertüchtigung, sondern der Zweck körperlicher Ertüchtigung kann Sport sein.

Der zweite Hauptgegner des Sports ist der wissenschaftliche Fimmel.
Hierher gehören leider meistens mit besonderer Unterstützung der Presse die krampfhaften Bemühungen einiger »Kenner«, aus dem Sport eine Art »Kunst« zu machen. Diesen Kennern wächst jetzt schon wieder auf der bloßen Hand eine ganze Nomenklatur von Fachausdrücken, und die Tendenz geht immer mehr aus l’art pour l’art.

Im Boxsport äußert sich diese sportsfeindliche Tendenz in der Propagierung des Punktverfahrens. Je weiter sich der Boxsport vom K. o. entfernt, desto weniger hat er mit wirklichem Sport zu tun. Ein Boxer, der seinen Gegner nicht niederschlagen kann, hat ihn natürlich nicht besiegt. Sehen Sie sich zwei Männer an einer Straßenecke oder in einem Lokal einen Kampf liefern. Wie stellen Sie sich hierbei einen Punktsieg vor? Die Haupt-Todfeinde des natürlichen naiven und volkstümlichen Boxsportes sind jene Gelehrten, die an den Seilen sitzen und in ihre Hüte hinein Punkte sammeln.

Sie verstehen mich: je »vernünftiger«, »feiner« und »gesellschaftsfähiger« der Sport wird, und er hat heute eine starke Tendenz dazu, desto schlechter wird er.

www.sportuntericht.de

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Die 3. Hürther Stadtmeisterschaft

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Die 3. Hürther Stadtmeisterschaft fand am letzten Samstag ( 31.01.2009 ) in Hürth statt. Es waren ca. 70 Kämpfer vertreten, welche zum Teil am Fighting teilnahmen und zum Teil am Duo teilnahmen. Aus meinem Verein dem Judo und Ju-Jutsu Club – Samurai – Nettetal haben Pascal Delbos und ich, Markus Schwarz teilgenommen. Da Pascal’s Klasse ( U-18) mit den Klassen U-21 und Senioren zusammengelegt worden ist, hatte er leider keine Chance unter die ersten drei Plätze zu kommen. Er musste mit 14 Jahren gegen Erwachsene kämpfen die ihm nicht nur körperlich überlegen waren sondern auch meist schon viel mehr Erfahrung als er hatten. In meiner Gewichtsklasse ( bis 77 kg ) sind auch die Alterklassen U-18, U-21 und Senioren zusammengelegt worden. Mir ist es gelungen den 3. Platz in meiner Gewichtsklasse zu erreichen.

Nach dem Wiegen was von 9:00 bis 10:00 Uhr stattfand gab es noch einen besonderen Moment für Peter Longerich. Ihm ist der zweite Dan für besondere Dienste im Vereinswesen vom Nordrhein-Westfälischen Präsidenten verliehen worden, denn er ist schon seit 29 Jahren im Verein tätig und hat sich schon öfter für den Verein und vor allem für die Jugend eingesetzt.

Kurz darauf haben auch schon die Kämpfe begonnen. Es waren wegen der Menge der Kämpfer zwei Matten aufgebaut um die Dauer des Turniers wesentlich zu reduzieren. Begonnen wurde mit des jüngsten Altersklassen im Fighting. Da es wenig Duo-Kämpfe gab wurden diese zwischen die Fighting-Kämpfe geschoben. Es ging relativ schnell und schon war ich an der Reihe. Meine Gewichtsklasse sah so aus, dass es zwei Pool’s gab, in dem jeweils drei Kämpfer gegeneinander Kämpfen. Die zwei besten Kämpfer jedes Pool’s kamen dann nochmal in ein Ko-System. Ich selbst habe meinen ersten Kampf gewonnen und habe den zweiten in meinem Pool verloren. Ich bin jedoch trotzdem weiter gekommen, da ein Kämpfer in meinem Pool beide Kämpfe verloren hat und ich somit zweiter in meinem Pool gworden bin. Im Ko-System bin ich jedoch rausgeflogen, da ich einen Gegner gehabt hatte, der sehr stark in Part zwei und drei war. Er war mit Sicherheit auch ein Judoka. Da ich jedoch das Ko-System erreicht habe, habe ich mir schon den 3. Platz gesichert gehabt.

Um 16:00 war dann die Siegerehrung wo ich mich auf Treppchen gestellt hatte und meine Medallie für den 3. Platz entgegen nahm.

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