Ju-Jutsu

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Ju-Jutsu, übersetzt „sanfte Kunst“, ist ein offenes Selbstverteidigungssystem welchen sich auf den Gebrauch im täglichen Leben spezialisiert hat. Es beinhaltet Techniken und Bewegungsabläufe, die sich nur auf die Selbstverteidigung beziehen.

Die Enstehung des Ju-Jutsu wurde durch viele Kampfsportler aus dem Deutschen Dan-Kollegium begonnen. Sie wurden vom Budesministerium 1967 beauftragt einen Kampfsport zu gründen, der nur Selbstverteidigungstechniken hat, die in den täglichsten Selbstverteidigungssituationen einsetzbar sind. Die Techniken wurden aus dem Karate, Aikido, Judo, Jiu-Jitsu und vielen anderen Kampfkünsten zusammgestellt. Es wurden jedoch nur die nötigsten Techniken ausgewählt, um den Umfang an Techniken so klein wie möglich zu halten, denn “weniger ist mehr”. Bis zum heutigen Tage wird der Umfang an Techniken immer aktuell gehalten, in der Form, dass neue Techniken dazukommen, andere aussortiert werden und immer an der Verbesserung der Techniken gearbeitet wird.

Jedoch hat Ju-Jutsu nicht nur das Angebot der Selbstverteidigung, sondern es beinhaltet auch den sportlichen Aspekt des Wettkampfes.
Zum einen das Fighting, welches sich mit dem Einzelkampf zweier Kämpfer in allen möglichen Positionen und Situationen befasst.
Zum anderen der Duo-Wettkampf, in dem es darum geht in gestellten Situationen seiner Kreativität in Perfektion freien Lauf zu Lassen.

Fazit: Im Ju-Jutsu lässt sich viel lernen, jedoch werden meiner Meining nach viel zu viele gestellte Situationen trainiert, anstatt das Training auf Sparring umzustellen.

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Die 5 Angriffe

Jeet Kune Do, Kampfkunst, Kampfsport No Comments »

Beim Betrachten von diversen Super8-Filmen über Kämpfe aus dem Boxen, Karate, Taekwondo, Wrestling und Dokus zu Streetfights erkannte Bruce Lee, dass sich alle Angriffe in 5 Kategorien einteilen ließen. Durch diese Einteilung lies sich später im Training der Angriff sowie die Verteidigung organisierter trainieren.

Diese 5 Kategorien sind:

1. SDA (Single Direct Attack)

Ein direkter Angriff besteht aus einer Bewegung, einer direkten Technik. Das Ziel ist es, die Trefferfläche auf dem direktestem Wege zu erreichen. Ein Beispiel wäre der gerade Fauststoß, auch einfach nur Gerade genannt. Obwohl es der simpelste der Angriffe ist, ist er am schwierigsten erfolgreich abzuschließen, da man hier verschiedenen Eigenschaften wie Timing, Geschwindigkeit, tiefes Eindringen in die Verteidigung des Gegners, Kraft usw. braucht. Der einfach direkte Angriff findet entweder auf der gegnerischen Angriffslinie oder der direkt entgegengesetzten Linie statt – er trifft den Gegner einfach in seiner Vorbereitung oder in einem Moment der Unachtsamkeit.

Wen man einen SDA ausführt, schlägt man tief in die Verteidigung des Gegners bevor dieser kontern kann, ohne den Angriff oder den Weg des Angriffs zu verstecken oder zu verschleiern. Der Angriff findet mit der längsten Waffe zum nächsten Ziel statt. (your longest weapon to the closest target).

Eine weitere Art des SDA ist der Single Angular Attack (SAA), ein Angriff aus einem bestimmten Winkel. Hierbei wird der eigene Körper so in eine Position zum Gegner gebracht, dass beim Gegner eine Lücke in der Deckung entsteht. Der Angriff trifft den Gegner daher aus einem Winkel und nicht frontal.

2. ABC (Attack By Combination)

ABC ist eine Serie von Angriffen, die schnell aufeinander, natürlich und “lebendig”, folgen.
Dabei werden mehr als eine Stelle am Gegner angegriffen. ABC besteht meistens aus Set-ups, die eine Verteidigungslinie angreifen, um die andere zu öffnen, die dann aber er eigentliche Angriffspunkt ist. Hierbei muss die Kombination aggressiv genug sein um den Gegner in die Defensive zu zwingen. Wichtig hierzu ist das Verständnis von Rhythmus, Geschwindigkeit und Kadenz.

3. HIA (Hand Immobilization Attack)

HIA sind alle Immobilisierungsangriffe. Hierbei wird versucht, die Extremitäten des Gegners festzulegen (Trapping) während man die Angriffslinie besetzt. HIA können einzeln oder in Kombinationen auftreten.
Dabei geschieht das Festlegen entweder zufällig oder intuitiv. Das Festlegen ist ebenfalls zeitlich limitiert und dient nur dem Zweck den Gegner zu treffen.

4. PIA (Progressive Indirect Attack)

PIA ist das benutzen einer Finte ohne eines Schlages, die eigentlich nicht treffen sondern die Deckung öffnen soll. Der eigentlich Schlag folgt daraufhin sofort und ohne Zurückziehen der ersten Finte. PIA wird meistens bei Gegnern angewendet, die eine sehr gute Deckungsarbeit haben und schnell reagieren. Wichtig ist dabei, dass bei PIA die Bewegungen offensiv nach vorne ausgeführt werden – ohne Unterbrechungen oder Zurückziehen. PIA besteht aus einer Bewegungssequenz.

5. ABD (Attack By Drawing)

ABD ist das Locken des gegnerischen Angriffs um diesen dann zu kontern. Hierbei muss nicht nur der spezielle Angriff auf einer speziellen “offenen” Linie provoziert werden, sondern ein erfolgreicher Konter muss schon geplant sein. Die wahre Absicht, das Kontern, muss hierbei gut versteckt sein. ABD ist die am schwersten umzusetzende Art des Angriffs, da hierbei die Reaktion des Gegners antizipiert werden muss.

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Bruce Lee mit 12 Jahren

Bruce Lee 2 Comments »

Bruce Lee lebte zum damaligen Zeitpunkt in der chinesischen Metropole Hong Kong. Hier gab es kein “Recht und Ordnung”, hier triumphierte “Fressen oder gefressen werden!”. Einer der berüchtigsten Viertel befindet sich im Norden Kowloons.

Die Familie Lee wohnte zwar dort, aber gehörte in diesem Wohnviertel nicht zu den armen Leuten. Doch Bruce Lee trieb sich die meiste Zeit als Jungen in den Gassen dieses Wohnviertels rum. Mit zwölf Jahren war er sogar schon “Boss” seiner ersten eigenen Straßenbande. Bruce Lee forderte jeden zum Kampf auf, weil er überall der Anführer sein wollte.

Bei einem seiner Bandenkämpfe ging es im fast an den Kragen. Er wurde richtig zusammengeschlagen und kam nur um Haaresbreite mit dem Leben davon. Daraufhin beschloss Bruce Lee Kung-Fu zu erlernen, um sich selbst verteidigen zu können.

Und beim Training war er nicht gerade Faul, ganz im Gegenteil. Bruce Lee war ein richtiger Streber und Fanatiker. Er übte Tag und Nacht. Jede freie Minute nutzte er um zu trainieren und um sich zu vervollkommen.

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Direkt und nicht klassisch kämpfen

Jeet Kune Do No Comments »


- Direkt

Im JKD wird versucht, den Gegner mit “direkten” Techniken zu treffen. D.h., das direkte Vorgehen auf das Ziel ist das eigentliche Ziel. Gerade, einfache und unkomplizierte Bewegungen werden bevorzugt. Passive Verteidigung, sprich: Einfaches Blocken, wird als uneffizient gewertet, da es nicht als Angriffsbeendend betrachtet wird. Jede Technik und jede Bewegung sollte nach Möglichkeit von allen unnötigen Zusatzbewegungen befreit werden. “Stripped down to their essentials.” JKD ist eine offensive SV, die direkte, kampfbeendene Antwort ist das Ziel.
Ein Beispiel, dass Bruce Lee immer zu “directness” brachte, war das des geworfenen Objektes.
Wenn dir jemand etwas zu wirft und dich damit überrascht, dann versuchst du aller Wahrscheinlichkeit nach das Objekt erst einmal zu fangen. Du machst dir keinen Kopf darüber, was es ist, aus welchem Winkel es kommt, ob man es “sanft” oder “hart” fangen kann, ob man es umlenken oder abprallen lassen kann etc. Diese Reaktion ist das Trainingsziel für die “directness”.

- Nicht-Klassisch

Zu den Zeiten, in denen JKD entstand, gab es in Amerika eine Anzahl von Kampfkunstarten, die teilweise nur innerhalb einer Ethnie weitergegeben oder von heimkehrenden Soldaten aus dem pazifischen Raum mitgebracht wurden. Viele dieser Schulen mystifizierten ihre Kampfkunst mit Ritualen, Begrüßungen und Formen, die von der eigentlichen Trainingszeit abgingen. Scheinbar wurden ein Teil dieser ornamentalen Zeremonien auch dazu genommen, Lücken im Stoff oder System zu überdecken. Geheimtechniken wurden ersponnen, die erst dem fortgeschrittenen Schüler nach Beweis seiner Loyalität gezeigt werden sollten. Es wurde klassische Stellungen und mechanische Abläufe trainiert, die nichts oder kaum etwas mit tatsächlichem Kämpfen oder SV zu tun hatten.
Im JKD sollten die Übungen anders sein. Keine unrealistische Fußarbeit, keine mechanischen und damit “toten” Bewegungen, keine Drills mit andauernder Kooperation zwischen den Partnern; Spontanität und das Verändern des Kampfrhythmusses und des Bewegungsrhythmusses sind das Ziel. Nach dem Einstudieren und Üben der Techniken sollen diese nicht in choreographierten Bewegungsabläufen, sondern im Sparring gegen einen sich immer mehr wehrenden Partner trainiert und damit mit “Leben erfüllt” werden.

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