Reine Glückssache

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Weshalb herkömmliche Selbstverteidigungsmethoden nicht funktionieren können.

Was erwarten wir von einer guten Selbstverteidigung?

Sie muss zweierlei:

1. optimalen Schutz gegen die herkömmlichen Angriffe bieten,

2. sich in kurzer Zeit erlernen lassen.

Age-Uke_karate

Age Uke

Und schon bei der ersten Forderung hapert es im Allgemeinen; denn die Abwehrtechniken der meisten Selbstverteidigungsmethoden erweisen sich in der Praxis als untaugliche Mittel. So ist es mit der in den Budo-Stilen üblichen Blocktechnik nicht möglich, einen ansatzlos – ohne Ausholen und Ganzkörperbewegung – gestoßenen Faustangriff systematisch abzuwehren.

Diese kühn und ketzerisch erscheinende Behauptung haben meine Schüler und ich in Hunderten von Demonstrationen mit höchsten Dan-Trägern der diversen Stile immer wieder praktisch unter Beweis gestellt. Von zehn ansatzlos gestoßenen Faustangriffen konnte kaum jemand auch nur einen einzigen abwehren.
Dieses Versagen war keinesfalls auf das mangelnde persönliche Können des jeweiligen Versuchspartners zurückzuführen – oft handelte es sich um austrainierte Deutsche oder Europameister ihrer Disziplin; denn nicht der Mann oder die Frau versagte, sondern die benutzte Abwehrmethode war ungeeignet.

Damit die Abwehr eines Angriffes kein Zufallsergebnis ist, muss der Verteidiger zuerst Art und Ziel des
Angriffes erkennen, bevor er sinnvoll reagieren kann. Die Zeit, die das Gehirn des Kämpfers braucht, um
die Steuervorgänge zur Reaktion zu schalten, nennen wir die Hirnschaltzeit.
Die Schaltzeit ist umso länger, je mehr Informationen das Gehirn zur Identifikation, das heißt zum genauen Erkennen des Angriffes, benötigt.

Mit anderen Worten: Je mehr Denkschritte das Gehirn eines Kämpfers benötigt, um einen Angriff zu identifizieren und damit einer passenden Abwehr zuzuordnen, desto länger und ungünstiger wird seine minimale Reaktionszeit. Oder: Je weniger Entscheidungsschritte, desto kürzer und günstiger die minimale Reaktionszeit.

Je weniger Entscheidungsschritte,
desto intelligenter die Methode!

Je mehr Entscheidungsschritte,
desto umständlicher die Methode!

Zur Identifikation eines Elementes aus einer Menge von zwei Elementen benötigt man beispielsweise einen Entscheidungsschritt, bei vier Elementen zwei Schritte, bei acht Elementen drei Schritte und bei 16 Elementen vier Schritte.

Eine gute Selbstverteidigungsmethode muss mit möglichst wenig Zweierschritten jeden Angriff eindeutig identifizieren können.

Die Mehrzahl der traditionellen Methoden, die ich selbst betrieben habe, zwingt die Anwender dieser Stile aus einer Menge von 12 bis 24 Elementen zu lokalisieren.
Die Mehrzahl der herkömmlichen Methoden muss zunächst erkennen, in welcher Höhe der Angriff erfolgt. Man differenziert dabei meistens nach dem Merkmal „Höhe“ die drei Stufen: oben (jap. jodan), Mitte (jap. chudan) und unten (jap. gedan).

Soto Uke

Soto Uke

Viele Stile müssen auch berücksichtigen, ob es sich um einen Angriff mit dem rechten oder linken Arm, bzw. rechten oder linken Bein handelt, so dass das Merkmal „Seite“ zwischen links und rechts zu unterscheiden zwingt. Viele Stilisten werden hier behaupten, seitenindifferent zu sein, das heißt nicht hinsichtlich links oder rechts Unterschiede zu machen. Aber diese Auffassung ist trügerisch; denn die Frage ist nicht, ob z.B. ein Kämpfer einen rechten Fauststoß wahlweise mit linkem Außenblock oder mit rechtem Außenblock (z.B. im Karate Soto Ude Uke) abwehren könnte. Man müsste hier ein Stück weiterdenken und käme dann zu der realistischen Feststellung, dass man nach dem erfolgreichen linken Außenblock relativ gedeckt dasteht, nach dem erfolgreichen Block mit dem rechten Arm aber völlig ungeschützt dem immer folgenden Konterstoß des gegnerischen linken Armes ausgesetzt ist. Somit ist die Unterscheidung zwischen links und rechts für solche Methoden entscheidend über Sieg oder Niederlage.

Ein weiteres unerlässliches Merkmal ist die „Schlagform“, wobei nicht nur zwischen gerade und kurvig, sondern eigentlich auch zwischen den verschiedenen Winkeln der Kurve wohl differenziert werden müsste. Gerade darin besteht z.B. oft die Unmöglichkeit für einen Budoka, den Schwinger eines Schlägers oder den Haken eines Boxers sicher abzuwehren.

Abgedeckt wäre dadurch allerdings noch nicht einmal ein Faustrückenschlag, bei dem man wiederum zwischen verschiedenen Winkeln unterscheiden müsste, denn sicherlich lässt sich ein vertikaler Faustrückenschlag nicht so behandeln wie ein horizontaler oder diagonaler.

Ins Kalkül ziehen müsste man auch – was herkömmliche Methoden in der Regel aber nicht tun – die Frage, ob der Angriff auf die zentrale Drehachse des Körpers zielt oder mehr auf eine der beiden Seiten; denn sonst muss man den Angriff oft über die ganze Körperbreite zur Seite blocken, was mehr Kraft und Zeit erfordert und ein großes Risiko darstellt.

Die etablierten asiatischen Selbstverteidigungskünste müssen (oder müssten eigentlich) ihrer Struktur nach mindestens aus einer Menge von 12 bis 50 Elementen auswählen.

Wie wir z.B. auf die Zahl 12 kommen, möchten Sie wissen? Gehen wir der Einfachheit halber von den Merkmalen
„Höhe“ (oben, Mitte, unten), „Seite“ (links, rechts) und „Schlagform“ (gerade, kurvig) aus, obwohl diese keinesfalls zur Identifizierung eines Angriffes ausreichen.

Für drei Möglichkeiten der Höhe gibt es zwei Möglichkeiten der Seite, also schon einmal sechs Elemente. Jeder dieser Angriffe kann gerade oder kurvig erfolgen, so dass allein jetzt schon mit 12 Elementen (drei mal zwei mal zwei) gerechnet werden muss.
Realistisch müsste man für die meisten Stile von 24 bis 50 oder mehr Elementen ausgehen, so unzureichend
sind sie strukturiert.
Um zwischen 12 Elementen auszuwählen, braucht man 3.585 Zweierschritte oder bit. Bei 50 Elementen sind schon 5.644 bit erforderlich.

Leider steht uns im Kampf kein Computer, sondern nur unser eigenes beschränktes Hirn zur Verfügung, das durch die Situation schon genug gestresst ist und kaum Höchstleistung bringen kann. Und deshalb müssen wir mit jedem bit geizen.

Die Selbstverteidigungsmethode ist für mich die beste, die es mir aufgrund ihrer „intelligenten“ Struktur erlaubt, möglichst wenige oder besser gar keine Entscheidungen fällen zu müssen; denn jeder Entscheidungsschritt kostet Zeit. Kostbare Zeit.

Wieviel Zeit genau ein Entscheidungsschritt kostet? Da muss ich mich auf die Experten verlassen, die über die Nervenreizleitgeschwindigkeit mit einer Entscheidungsschritt-Taktzeit von 180 m/s rechnen. Bei 12 Elementen (3.585 Zweierschritte) ergibt sich demnach eine durch auch noch so viel Training nicht zu unterschreitende minimale Reaktionszeit von 0,745 Sekunden.
Bei 24 Elementen sieht es noch schlechter aus: 0,925 Sekunden!

Damit mich der geneigte Leser jetzt bitte nicht für weltfremd hält, räume ich ein, dass der normale Kämpfer, der solch eine umständliche Selbstverteidigungsmethode praktiziert, sich nicht daran hält und in den seltensten Fällen 0,745 oder besser 0,925 Sekunden nachdenkt und dann die Abwehrbewegung beginnt, für die er sich entschieden hat. Er müsste aber so vorgehen, wenn er zumindest theoretisch gegen alle Angriffe geschützt sein wollte.

Aufgrund negativer Erfahrungen weiß der kluge Anwender solch umständlicher Methoden aber, dass der Gegner weniger Zeit zu seinem Angriff braucht als er selbst zur Entscheidungsfindung. Deshalb verzichtet der fortgeschrittene Anwender von umständlichen Verteidigungsmethoden auf umfassendes, aber Zeit und Sieg raubendes Identifizieren des Angriffes und macht stattdessen die erste (aber nicht beste) Abwehr, die ihm in den Sinn kommt. Bei Fortgeschrittenen gründet sich diese Auswahl auf Erfahrung (siehe Anteperzeption), bei nicht so Fortgeschrittenen auf Panik.
Der Fortgeschrittene hofft also, z.B. einen Fauststoß richtig abwehren zu können, weil er aus der augenblicklichen Position der gegnerischen Faust (aufgrund seiner Erfahrung) das spätere Ziel erraten zu können glaubt. Das kann klappen, das kann aber auch nicht klappen. Und weil von einer systematischen Abwehrchance in diesem Fall nicht gesprochen werden kann, nennen wir Verteidigungsstile, die sich nur auf Anteperception verlassen, nicht Systeme, sondern bloß Methoden, das heißt Wege, die in der Vergangenheit öfter erfolgreich als erfolglos waren. Zurück zur Reaktionszeit. Sie gibt – wie Sie wissen – nur die bloße Hirnschaltzeit an. Eine Bewegung haben Sie immer noch nicht gemacht. Hinzurechnen müssen Sie jetzt noch die Zeit, die für die jeweilige Abwehrbewegung benötigt wird. Je
kürzer und ökonomischer die Abwehrbewegung ist, desto weniger Zeit brauchen Sie. Versuchsanordnungen zum Ermitteln der Zeit, die typische herkömmliche Abwehrbewegungen erfordern, sind nicht genormt, so dass die verschiedenen Quellen von den verschiedensten Zahlen ausgehen. Nehmen wir einmal an, dass eine Abwehrbewegung mit ca. 0,10 Sekunden nicht völlig falsch eingeschätzt ist, dann ergibt sich für die gesamte Abwehrzeit (Abwehrzeit = Reaktionszeit + Blockzeit) einer typischen umständlich strukturierten Verteidigungsmethode mit kulant gerechneten 12 Elementen:

Reaktionszeit + Blockzeit = Gesamte Abwehrzeit

0,754 Sek.           +  0,10 Sek.    = 0,854 Sek.

Stellen wir diese rund gerechnet 0,9 Sekunden der Zeit gegenüber, die ein guter Kämpfer benötigt, um z.B. einen ansatzlosen zentralen Fauststoß in der Nahdistanz auszuführen (ca. 0,15 bis 0,20 Sekunden), dann wird Ihnen deutlich, wie unmöglich eine erfolgreiche und systematische Abwehr nach den herkömmlichen Methoden ist.

Ansatzloser Angriff aus der Nahdistanz: ca. 0,10 Sekunden.

Durchschnittliche Gesamtabwehrzeit: bis zu ca. 0,854 Sekunden.

Sie meinen, jetzt wird Ihnen klar, weshalb unsere Versuchspartner unsere Fauststöße nicht abwehren konnten? Ich muss Sie leider noch mehr frustrieren, denn unser Standardexperiment gibt dem Partner viel mehr Chancen – mehr, als er sie jemals auf der Straße in einer realen Selbstverteidigungssituation hätte. Aber dennoch muss er getroffen werden!

Um den Versuch noch eindeutiger und umso transparenter zu machen, schenken wir dem Versuchspartner die lange Entscheidungszeit, indem wir ihm vorher exakt bezeichnen, mit welchem Arm wir wohin (Mitte der Brust) stoßen werden. Wir wünschen jedem unserer Leser, dass er im Ernstfall auf solch einen liebenswürdigen und verständnisvollen Gegner trifft.

Obwohl von dem Versuchspartner nun kein einziger Entscheidungsschritt erbracht werden muss, um den Angriff zu identifizieren, kann er den bekannten, aber ansatzlos gestoßenen Angriff nicht abwehren.

Weshalb nicht, möchten Sie wissen?

Weil sein Gehirn (nach Woodworth und Schlossbert, 1954) bei optischem Impuls in jedem Falle 0,2 – 0,3 Sek. braucht, um überhaupt zu „schalten“. Selbst wenn der Angriff (was in der Praxis nie der Fall ist) und damit die Abwehrbewegung schon vorher bekannt sind, geht es nicht ohne diese Zehntelsekunde, die verstreicht, bevor die Abwehrbewegung begonnen werden kann.

Eingesetzt in unsere Gleichung ergibt das:

Reaktionszeit + Blockzeit = Gesamte Abwehrzeit

0,10 Sek.               + 0,15 Sek.    = 0,25 Sek.

Die günstigste, aber völlig unrealistische Abwehrzeit, (das heißt: wenn der Angriff vorher bekannt ist) beträgt also nach herkömmlicher Methode mindestens 0,25 Sekunden.

Stellen wir dieser theoretisch besten herkömmlichen Abwehrzeit von 0,25 Sekunden eine durchschnittliche Angriffszeit von 0,15 bis 0,20 Sekunden gegenüber (manche unserer Lehrergrade schaffen sogar unter 0,10 Sekunden), wird Ihnen deutlich, dass der Anwender der herkömmlichen Blockmethode rein rechnerisch von vornherein besiegt ist.

Über diese Abwehrschwäche sind sich die realistischer denkenden Topkämpfer der herkömmlichen Stile zumindest unbewusst im Klaren. Deshalb sieht man ja z.B. auch keinen einzigen spezifischen Block bei Vollkontakt-Wettkämpfen!

vom_zweikampfDer Text enstammt dem Buch “Vom Zweikampf” von Keith R. Kernspecht, Gründer der europäischen Wing Tsun Organisation. Weitere Informationen findet ihr unter der offiziellen Webseite www.wingtsunwelt.com

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Eine Kampfkunst für Rollstuhlfahrer

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Vor einigen Tagen fand ich auf dem Blog “Newsletter Innere Kampfkünste” einen sehr interessanten Artikel. Selbstverteidigung für Rollstuhlfahrer. Eher gesagt richtige Lehrgänge für Rollstuhlfahrer sich gegen Angreifer wehren zu können.

Foto: Thies Raetzke

Foto: Thies Raetzke

Auch Rollstuhlfahrer werden nicht selten angegriffen, weil die Hemmschwelle der Angreifer heruntergesetzt ist. Sie denken natürlich: “Ein Rollstuhlfahrer kann sich nicht wehren”. Aus diesem Grund sind Lehrgänge in eine solche Richtung meiner Meinung nach sehr wichtig. In Hamburg werden spezielle Selbstverteidigungskurse schon angeboten. Diese sind extra nur für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Dazu werden modifizierte Wing Chun Techniken gelehrt. Entwickelt wurden die Techniken von Großmeister Sigung Birol Özden. Mit Armtechniken werden seniblen Punkte eines Angreifers angegriffen und auch eine Verteidigung mit dem Stock wird geübt.  Neben den Fähigkeiten in der Selbstverteidigung wird auch das Selbstbewußtsein gesteigert. Das Gefühl der Wehrlosigkeit wird ganz gezielt gemindert. Ein selbstbewußtes Auftreten wiederum verringert das Riskio, überfallen zu werden. Täter suchen leichte Opfer aus. Nebenbei erhöht das Kampfkunstraining auch die Fitness und die körperliche Koordination.
Es gibt keine Kampfkünste, die von vornherein für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Darum müssen vorhandene Techniken dafür angepaßt werden. Die Wing Chun Techniken sind gut dafür geeignet, weil sie ohne viel Kraft auskommen, mit der Ausnutzung der Hebelkräfte und durch Angriffe auf empfindliche Körperpunkte. Technik ist wichtiger als Kraft. Der Trainer sitzt zum Lehren der Techniken selber im Rollstuhl.
Das Selbstverteidigungs-Training für Rollstuhlfahrer soll in ganz Deutschland angeboten werden. Wenn mehr als zehn Rollstuhlfahrer bereit für das Training sind, dann auch ein Trainer dafür ausgebildet werden.
* Weitere Informationen: A.S.VC. All Style Ving Chun Akademie Hamburg, Abteilung Ving Chun für Rollstuhlfahrer, Ansprechpartner: Dozent Hans-Christian Lauer, Menckesallee 22, 22089 Hamburg, Tel.: 040 – 22 690 105, Fax: 040 – 2000 78 21: www.asvc.de

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Die Rechte der Selbstverteidigung

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Wie sieht es eigentlich mit den Rechten ein sich Verteidigenden aus?

Diese Frage stellen sich all zu oft erst, wenn sie schon vor dem Richter stehen, jedoch ist es da schon zu spät. Jeder, der Selbstverteidigung macht, sollte sich normalerweise im Klaren sein wie weit er gehen darf. Manche wissen zum Teil nicht einmal wann es Selbstverteidigung ist und wann es einfach nur ein Kampf ist, der nichts mehr mit Selbstverteidigung zu tun hat. Aus einem solchen Kampf kommen auch immer beide Kontrahenten geschädigt raus, da in der Regel der eine im Krankenhaus liegt und der andere sich dafür vor dem Richter verantworten muss. Für die Selbstverteidigung heißt das, dass wir uns erst verteidigen dürfen, wenn wir für alle Zuschauenden als klares “Opfer” zu identifizieren sind.

Bis wohin dürfen/müssen wir uns verteidigen?

Sogar dies ist ganz klar im Gesetz definiert. Wir dürfen uns in soweit verteidigen bis der Aggressor entweder kampfunfähig ist oder am Boden liegt, obwohl ich das letztere schwachsinn finde, da der Aggressor 1. auch keine rücksicht auf so etwas nehmen würde und 2. er sowieso wieder aufsteht und weiter macht. Jedoch muss es so eingehalten werden, daihr euch sonst vor dem Richter rechfertigen müsst.

Was ist die sogenannte Schrecksekunde?

Die Schrecksekunde ein Zeitraum in dem das Gesetz sagt, dass man nicht für seine Handlungen kann, da sie nicht bewusst ablaufen, sondern aus dem Schreck heraus entstehen. Dieser Zeitraum beträgt ca. 1-2 Sekunden.

Auf der Seite Rechtliches zur Selbstverteidigung findet ihr alle erforderlichen Gesetze in Kurzfassung.

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Kampftaktik

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Das oberste Ziel einer jeder Selbstverteidigung ist es, sicher und möglichst unverletzt aus einer Auseinandersetzung rauszukommen. Die Hauptstrategie, mit der JKD dies verfolgt, ist das Abfangen des Gegners und des gegnerischen Angriffs zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Um dies umzusetzen, bedient sich JKD diverse Taktiken:

- Benutze deinen Kopf und kämpfe damit. Versuch, schlauer und gewitzter als dein Gegner zu kämpfen. Sei ihm vorraus.


- Versuche deinen Körper und deine technischen Fähigkeiten auf dem best-möglichen Stand zu halten und so alle Bewegungen und das Kampfgeschehen zu kontrollieren.


- Bleib locker und relaxt.


- Wirke immer selbstbewusst nach außen. Wenn du müde oder verletzt bist, zeig es nicht deinem Gegner.


- Bleib in Bewegung. Sei dabei immer gut in Balance und ökonomisch.


- Bleib in deiner Struktur, immer gut gedeckt und in kompletter Ausgeglichenheit. Jeder Angriff setzt eine 100% Deckung vorraus.


- Wenn der Gegner in Reichweite kommt, schlag zu.


- Verwirre den Gegner, variiere immer deinen Angriff und deine Verteidigung, sei nicht vorrausberechenbar, versuche nie, das gleiche zweimal hintereinander.


- Mach genau das, was dein Gegner nicht von dir erwartet und nicht von dir möchte.


- Wenn dein Gegner eine vorbereitene Bewegung macht, beweg dich und schlag zu.


- Wann immer du zuschlägst, tue es mit totalem Einsatz. In der SV gibt es kein Ausprobieren, keine Halbherzigkeit. Wenn der Zeitpunkt kommt, sei hart und unnachgiebig in deinem Angriff.


- Sei konzentriert und behalte alles um dich herum in Beobachtung. Sei vorsichtig und lass dich nicht überraschen.


– Unterschätze niemals einen Gegner, zu keiner Zeit.

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Ju-Jutsu

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Ju-Jutsu, übersetzt „sanfte Kunst“, ist ein offenes Selbstverteidigungssystem welchen sich auf den Gebrauch im täglichen Leben spezialisiert hat. Es beinhaltet Techniken und Bewegungsabläufe, die sich nur auf die Selbstverteidigung beziehen.

Die Enstehung des Ju-Jutsu wurde durch viele Kampfsportler aus dem Deutschen Dan-Kollegium begonnen. Sie wurden vom Budesministerium 1967 beauftragt einen Kampfsport zu gründen, der nur Selbstverteidigungstechniken hat, die in den täglichsten Selbstverteidigungssituationen einsetzbar sind. Die Techniken wurden aus dem Karate, Aikido, Judo, Jiu-Jitsu und vielen anderen Kampfkünsten zusammgestellt. Es wurden jedoch nur die nötigsten Techniken ausgewählt, um den Umfang an Techniken so klein wie möglich zu halten, denn “weniger ist mehr”. Bis zum heutigen Tage wird der Umfang an Techniken immer aktuell gehalten, in der Form, dass neue Techniken dazukommen, andere aussortiert werden und immer an der Verbesserung der Techniken gearbeitet wird.

Jedoch hat Ju-Jutsu nicht nur das Angebot der Selbstverteidigung, sondern es beinhaltet auch den sportlichen Aspekt des Wettkampfes.
Zum einen das Fighting, welches sich mit dem Einzelkampf zweier Kämpfer in allen möglichen Positionen und Situationen befasst.
Zum anderen der Duo-Wettkampf, in dem es darum geht in gestellten Situationen seiner Kreativität in Perfektion freien Lauf zu Lassen.

Fazit: Im Ju-Jutsu lässt sich viel lernen, jedoch werden meiner Meining nach viel zu viele gestellte Situationen trainiert, anstatt das Training auf Sparring umzustellen.

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