“Bruce Lee – Der Weg eines Kämpfers” ist eine Dokumentation über einen Lebensabschnitt Bruce Lee’s. Es handelt sich um den Lebensabschnitt in dem Bruce Lee zum Filmstar geworden ist. Zusätzlich wird in dieser Dokumentation Filmmaterial von dem berühmten Film “Game of Daeth” oder auch “Spiel des Todes” gezeigt und beschrieben. Dieses Filmmaterial zeigt original Szenen die Bruce Lee in der Hauptrolle zeigen, die erst mehrere Jahre nach seinen Tod entdeckt worden sind.
“Warten Sie es nur ab, ich werde der größte chinesische Star der Welt werden.”, Bruce Lee
Jeet kune do (” Der Weg der abfangenden Faust “) ist der von Bruce Lee aus dem klassischen Wing Chun Kung Fu und etlichen anderen Kampfstilen entwickelte nicht klassische Kampfstil.
Unter “Jeet ” versteht man ” abfangen, stoppen “, unter ” Kune ” entweder ” Faust ” oder auch ” Kampfstil ” und ” Do ” wie bei den meisten asiatischen Kampfkünsten ” Weg, Grundsatz, Lehrmethode und Philosophie “. Es wird davon ausgegangen: Alle Abwehr- und Angriffstechniken sind grundsätzlich von der Struktur her gesehen langsam. Ein körperlich schneller Mensch wird jedoch niemals sein Ziel in einem von der Struktur her langsamen Stil erreichen. Schnelligkeit in der Ausführung. Das Merkmal eines schnelleren Stiles ist es, die körperliche Geschwindigkeit steigern zu können.
Jeet Kune Do lehrt Techniken, die gleichzeitig im Angriff sowie in der Verteidigung benutzt werden. Bruce Lee meinte: “Keine Methode, die dich auf dem Land geistig auf das Schwimmen vorbereitet, macht dich fit für das Wasser. Die beste Übung, um schwimmen zu lernen, ist das Schwimmen und das Wasser.” Die beste Übung für das Jeet Kune Do ist Jeet Kune Do selbst, das heißt Partnertraining “in Aktion”.
Die meisten Kampfsysteme enden in ” unsinnigen ” Übungen. Die Schüler verkrampfen und verrenken sich oftmals bei Techniken, die in der Realität nicht umsetzbar sind. Sie werden von der eigentlichen Wirklichkeit des Kämpfens, die einfach und direkt ist, abgelenkt.
Anstatt es im Kampf auf den Punkt zu treffen, werden blumige Formen und künstlerische Techniken rituell präsentiert, die versuchen ein wirklichen Kampf zu simulieren. Statt in einem richtigen Kampf “zu sein”, tun diese Schüler etwas, was mit dem eigentlichen Kampf nichts zu tun hat. Es hat vielleicht etwas vom Tanzen, akrobatischem Tanzen, nichts aber mit der Wirklichkeit des Kampfes zu tun.
Das Hauptmerkmal des Jeet Kune do und auch die entscheidenden Unterschiede zum japanischen Karate und chinesischen Kung fu sind seine einfacheren, runden und natürlichen Bewegungen. Das bloße passive und ” aktive ” Abblocken wird vermieden, da es im Ernstfall zu viel Zeit kostet und somit weniger sinnvoll ist.
Beim Jeet Kune Do wird ein ein Minimum an Bewegung und Kraft angestrebt, um 1. Energie zu sparen und 2. sich im Kampf nicht selbst zu verwirren.
Ausgeklügelte und komplizierte Bewegungen, Angriff und Paraden werden vermieden: Stattdessen sind Geradlinigkeit in allen Bewegungen und die natürliche Einfachheit die wichtigsten Elemente des Jeet Kune Do.
Einfach in der Ausführung für den Anfänger und erfolgversprechend für den Fortgeschrittenen und Meister, kann Jeet Kune Do als Kampfstil und Lebensweise für jeden angesehen werden, der sich nicht an einer genau festgelegten klassisch-, systematischen Form nachahmend orientiert, sondern frei und ungebunden nur seine eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Möglichkeiten fördert und nutzt.
Die sture Routine von sich ständig widerholenden, oft eintönigen Bewegungen in artverwandten Disziplinen werden hierbei verwinden und die natürliche Anpassungsfähigkeit an den Gegner oder auch den Partner wird intuitiv angestrebt. Mit dem Jeet Kune Do hat Bruce Lee über seinen Tod hinaus einen unvergesslichen Kampfstil entwickelt, der in die moderne Zeit passt und die alten, starren Formen, trotz seiner Philosophie ( Tao ), ablehnt zugunsten eines freien, persönlichen und nicht gebundenen Kampfstils.
Bruce Lee wird Ewigkeiten durch sein Lebenswerk das Jeet Kune Do weiterleben.
Trapping ist im JKD das zeitlich begrenzte Festlegen der Extremitäten oder anderer Teile des Körpers des Gegners mit dem vorrangigen Ziel, ihn zu schlagen.
Im Training werden dabei verschiedene Arten von Trapping unterschieden:
- das Trapping, das ohne Absicht bei einer anderen Angriffsart passiert. D.h., es wird zum Beispiel mit Single Direct Attack angegriffen und der Gegner erschafft eine Barriere, um den Angriff zu blocken. Nun ergibt sich eine Möglichkeit, diese Barriere aus dem Weg zu räumen und den Gegner damit in eine schlechtere Verteidigungssituation zu bringen.
- das Trapping in der Verteidigung ist eine weitere Option. Hierbei wird der Angriff des Gegners durch einen Konter abgefangen und es ergibt sich hierbei die Möglichkeit zum Trapping.
- Der Trapping-Angriff. Es gibt Arten von Gegnern, bei denen man mit einer anderen Angriffsart nicht zum Erfolg kommt. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, zusammen mit dem Schlag oder Tritt den Gegner festzulegen und so zum Erfolg zu kommen. Hierbei können Finten und Täuschungen zum Vorbereiten der Trappingtechnik von Nutzen sein.
- Im Infight während einer Auseinandersetzung kann es aufgrund von Infight-Positionen zum Clinchen kommen. Generell wird der Clinch im JKD auch als Trapping trainiert, da hier Teile des Körpers oder der Körper des Gegners blockiert werden, um den Gegner zu schlagen.
Trapping beinhaltet im JKD nicht nur das vom *ing *un bekannte Festlegen der Arme oder Beine, sondern bietet durchaus auch noch Techniken zum Festlegen des Kopfes (Haare ziehen) oder des Körpers (Clinchen in verschiedenen Ausführungen). Auch Techniken, die den Gegner durch Körpermanipulationen aus der Balance und dadurch aus einer festen Verteidigungshaltung bringen, werden trainiert.
Dabei muss jede Trapping Technik den Ansprüchen an die Technik-Ökonomie und die Synchronisation mit dem Anwender, dem Gegner und der Anwendung an sich genügen. Eigene Lücken dürfen beim Trapping nicht entstehen. Man sollte immer auf ein Zurückweichen des Gegners als Konter gefasst sein und mit anderen Angriffe folgen können.
Gewisse Anforderungen und Eigenschaften, die man haben muss, um Trapping Techniken erfolgreich anwenden zu können, setzen ein stetes Training voraus. Sensitivität, Distanzgefühl, Balance, Ökonomie der Technik, Struktur, Druck und Geschwindigkeit sind einige davon.
Wichtig ist dabei, das Trapping nicht als Selbstzweck angesehen wird. Es kann vorrangig nicht darum gehen, den Gegner nur festzulegen. Primär ist immer das Schlagen des Gegners das Ziel.
Trainingsmethoden sind die variablen Wege nach denen wir unser Können trainieren und verbessern. Von den einzelnen Drills, die bestimmte Techniken, Strukturen oder Abläufe trainieren und einschleifen über die etwas fortgeschrittenen Übungen, die eine Art Frage und Antwort Spiel zwischen den Partnern sein können, bis hin zu dem freien Kämpfen, das alle Eigenschaften und alle Aspekte der Kampfkunst beinhalten kann.
Dabei sollte man niemals vergessen, dass ein Drill oder eine Trainingsübung kein richtiger Kampf ist. Es geht mehr das verletzungsfreie Miteinander als Schulung, nicht um einen Wettkampf oder eine Selbstverteidigungssituation. Nur weil der eine in einem bestimmten Drill gut ist, heißt das noch lange nicht, dass er dadurch der besondere unschlagbare Kämpfer geworden ist. Egal, wie gut die Pratzenarbeit des einen ist, dass heisst nicht, dass er das auch im Kampf umsetzen kann. Psychologische und psychische Einflüsse spielen hier ebendso eine Rolle.
Und letztendlich ist auch Sparring, egal in welcher Form, nur ein Drill, der möglichst nah an den realen Kampf rankommen sollte, aber denoch in letzter Instanz von ihm entfernt bleibt.
Generell kann man die verschiedenen Trainingsmethoden im JKD in drei Kategorien teilen, wobei sich diese Kategorien weiter in verschiedene Unterkategorien teilen können. So entwickeln sich die Hauptkategorien von “festgelegt” hin zu “frei”, man kann bestimmte Eigenschaften extra mit dazu tun und sollte jeweils die bereits beschriebenen 5 Wege des Angriffs im Kopf behalten. Allgemein kann man jedoch sagen, dass sich das Training in der Richtung: Form -> Schnelligkeit -> Kraft entwickelt. D.h. Es wird erst Wert auf eine ökonomische, individuell-richtige Form oder Ausführung gelegt. Von hieraus wird versucht, die Bewegung oder die Technik schneller und kraftvoller ohne Aufgabe der Form zu trainieren. Hierbei fließen dann auch die anderen benötigten Eigenschaften ein.
Der erste Ansatz im Training ist das Solo-Training.
Hierein fällt alles Training, das der Praktizierende alleine ausführen kann wie z.B. Formen, Shattenboxen, Equipment Training sowie die Visualisation der Abläufe. Immer unter den oben genannten Ausführungswegen von “festgelegt” nach “frei” und unter der Berücksichtigung der Form -> Schnelligkeit -> Kraft Entwicklung.
Es folgt das Partnertraining.
Unter Beibehaltung der Reihenfolge und der erlernten Dinge aus dem Solotraining trainiert man hier gegen einen erst kooperativen, später immer mehr Widerstand leistenen, Partner. Eigenschaften wie Timing, Distanz, Überbrückung etc.pp. Kommen hier mit dazu. Geschult werden diese in Drills und im Sparring, dass auch in bestimmten technischen Aspekten limitiert sein kann.
Die dritte Kategorie ist das theoretische Training.
Hierzu gehört die Erklärung der Prinzipien und Konzepte, diverser Strategien und Taktiken, die Erläuterung des theoretischen Hintergrunds und der Basis. Legale Aspekte der Selbstverteidigung, Trainingsmethodik, medizinische und Ernährungstipps und die allgemeinen Fragen zur Kampfkunst gehören hier dazu. Diese können in Einzel- oder Gruppengesprächen, Dialogen, Diskussionen oder Vorträgen stattfinden. Auch sollte jeder Kampfkünstler selbstmotiviert sich über die diversen Informationsmedien zur Kampfkunst informieren.
Letztendlich ist diese Kategorisierung des Trainings auch nur eine Krücke für den Weg, eine Messlatte für die Selbstbetrachtung und die Betrachtung des eigenen Trainings. Alle Aspekte einer Kampfkunst sollten in dieser Art trainiert werden, um letztendlich vollständig zu üben.
Ein wichtiger Bestandteil des Trainings im JKD ist das Training mit dem verschiedenen Trainingsequipment. Es ist für jeden Instructor eine große Herausforderung, das Training so realistisch wie möglich zu gestalten, die Trainierenden so nah wie möglich an verschiedene Dinge heranzuführen. Equipment Training ist dafür im JKD eine unerlässliche Voraussetzung. Trainings-Equipment ist die Grundlage dafür, dass man nicht in jedem Training unter vollem Einsatz mit seinem Partner “kämpfen” muss. Sparring spielt im JKD eine zentrale Rolle, jedoch kann man mit dem richtigen Equipment bestimmte Arbeitsweisen isolieren und bestimmte Aktionen und Reaktionen einschleifen. Direkt, praktisch und realistisch…
Focus mitts, Focus gloves oder Handpratzen:
Ein unersetzliches und universelles Trainingsteil. Für mich persönlich eins der besten Trainings-Equipments überhaupt. Je nach Anwendung kann man mit jeder Übung ganz verschiedene Eigenschaften und Erwiederungen üben. Angefangen mit aeroben Workout über Focus und Reaktion bis hin zu Kraft-Schlag-Übungen ist die Handpratze, wenn sie von einem gut geschultem Halter benutzt wird, das Trainings-Werkzeug schlechthin. Aufgrund der Dicke des Materials kann jederzeit bedeutend stärker darauf gearbeitet werden als z.B. mit einem Trainingspartner im Sparring. Die Größe ermöglicht einen Einsatz beim Treten, beim Schlagen, im Infight sowie am Boden. Der Halter kann mit diesem Werkzeug den Partner auch stark unter Druck setzen, da die Handpratze auch das Schlagen durch den Halter ermöglicht. Je nach Geschwindigkeit der Anwendung ist jede Übungseinheit mit der Handpratze eine Herausforderung.
Thai Pads:
Ähnlich den Handpratzen erlauben die Thai Pads noch härteren Kontakt. Zum Treten und Schlagen hervorragende Pratzen, aber aufgrund von Größe und Gewicht etwas schlechter im Infight und am Boden einzusetzen, obwohl einem guten Instructor auch das mit etwas Phantasie gelingen sollte. Diese Pratzen eignen sich hervorragend für diversen Konditionsdrills, da die Teilnehmer hier “volle Kanne” und in Bewegung aus sich herausgehen müssen.
Der Wooden Dummy oder Mook Jong:
Ein Trainings-Werkzeug, dass aus dem Wing Chun im JKD verblieben ist, auch wenn im JKD die Anwendung aus verschiedenen Gründen etwas anders aussieht. Sehr gut geeignet für das Solo-Training und somit für das Einprägen spezieller Techniken und das Ausrichten auf den Gegner schult der Dummy neben Kraft und “Zähigkeit” insbesondere eine gute Form bei der Ausführung.
Der Sandsack:
Der “Trainingspartner”, der kommentarlos alles einsteckt und nie zurückhaut, sich bewegt und ab und zu auch “meidet”, und in diversen Ausführungen vom Speedball über den “Top-and-Bottom-Bag” bis hin zum landläufig bekannten schweren Sandsack unzählige Anwendungen ermöglicht. Es ergeben sich Übungen für das Treten, Schlagen, Ellenbogen, Knie, Kopfstöße und als Bodensack auch für das Grappling. Timing, Kraft, Form, Ausdauer und den Fluss der Bewegung werden an diesem Werkzeug eine Herausforderung. Und das alles, auch wenn mal kein Trainingspartner vorhanden ist.
Trittschild:
Wie die Handpratze und das Thai Pad ist das Trittschild ein weiteres Schlag- und Trittziel, dass mit einem Trainingspartner zu benutzen ist. Neben den guten Eigenschaften für die Ziel- und Kraftentwicklung kann man mit dem Trittschild den Trainierenden auch sehr unter Druck setzen, indem man ihn z.B. damit “Jagd”.
Papier:
Bruce Lee war ein großer Verfechter des Papier-Ziels, eines an einer Schnur befestigtem, hängendem Blatt Papier, welches er u.a. für seine Zielübungen und zur Schulung des Focus benutzte. Durch Veränderung des Focus (Durschlagen, direkt dagegen schlagen, kurz vorher stoppen) lernt man sehr viel über Distanz und Reichweite sowie Explosivität und “Snapping” in seinen Körper-Waffen.
Training mit Equipment ersetzt nicht das Training mit einem echten Trainingspartner. Es ist auch dafür nicht gedacht. Es ergänzt und ermöglicht eine bestimmte Art und Weise des Trainings, die für den Kampfkünstler und Kampfsportler wichtig und unerlässlich ist. Die Grenzen des Equipment-Trainings liegen hier bei der Anwendung und beim Einsatz anderer Werkzeuge als Equipment nur in der Phantasie der Teilnehmer
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