Kunst heißt: inneres Schauen in die Welt zu projizieren, seelisches Verstehen der Dinge, das Leben ausdrücken, unklares Denken ausschalten, nicht dekorieren, vollkommene Beherrschung ihrer Techniken, die auch zu leben, öffnen aller menschlichen Fähigkeiten und Gedanken, den Pfad zur Wahrheit gehen:
1. Wahrheitssuche,
2. Wahrheitsbewusstsein,
3. Wahrheitswahr-nehmung,
4. Wahrheit verstehen,
5. Wahrheit erfahren,
6. Wahrheit meistern,
7. sie vergessen,
8. vergessen des Wahrheitsübermittlers,
9. Rückkehr zur eigenen Ursprünglichkeit, der Wurzel der Wahrheit,
10. die tätige Ruhe und Glückseligkeit in der Wahrheit.
Trapping ist im JKD das zeitlich begrenzte Festlegen der Extremitäten oder anderer Teile des Körpers des Gegners mit dem vorrangigen Ziel, ihn zu schlagen.
Im Training werden dabei verschiedene Arten von Trapping unterschieden:
- das Trapping, das ohne Absicht bei einer anderen Angriffsart passiert. D.h., es wird zum Beispiel mit Single Direct Attack angegriffen und der Gegner erschafft eine Barriere, um den Angriff zu blocken. Nun ergibt sich eine Möglichkeit, diese Barriere aus dem Weg zu räumen und den Gegner damit in eine schlechtere Verteidigungssituation zu bringen.
- das Trapping in der Verteidigung ist eine weitere Option. Hierbei wird der Angriff des Gegners durch einen Konter abgefangen und es ergibt sich hierbei die Möglichkeit zum Trapping.
- Der Trapping-Angriff. Es gibt Arten von Gegnern, bei denen man mit einer anderen Angriffsart nicht zum Erfolg kommt. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, zusammen mit dem Schlag oder Tritt den Gegner festzulegen und so zum Erfolg zu kommen. Hierbei können Finten und Täuschungen zum Vorbereiten der Trappingtechnik von Nutzen sein.
- Im Infight während einer Auseinandersetzung kann es aufgrund von Infight-Positionen zum Clinchen kommen. Generell wird der Clinch im JKD auch als Trapping trainiert, da hier Teile des Körpers oder der Körper des Gegners blockiert werden, um den Gegner zu schlagen.
Trapping beinhaltet im JKD nicht nur das vom *ing *un bekannte Festlegen der Arme oder Beine, sondern bietet durchaus auch noch Techniken zum Festlegen des Kopfes (Haare ziehen) oder des Körpers (Clinchen in verschiedenen Ausführungen). Auch Techniken, die den Gegner durch Körpermanipulationen aus der Balance und dadurch aus einer festen Verteidigungshaltung bringen, werden trainiert.
Dabei muss jede Trapping Technik den Ansprüchen an die Technik-Ökonomie und die Synchronisation mit dem Anwender, dem Gegner und der Anwendung an sich genügen. Eigene Lücken dürfen beim Trapping nicht entstehen. Man sollte immer auf ein Zurückweichen des Gegners als Konter gefasst sein und mit anderen Angriffe folgen können.
Gewisse Anforderungen und Eigenschaften, die man haben muss, um Trapping Techniken erfolgreich anwenden zu können, setzen ein stetes Training voraus. Sensitivität, Distanzgefühl, Balance, Ökonomie der Technik, Struktur, Druck und Geschwindigkeit sind einige davon.
Wichtig ist dabei, das Trapping nicht als Selbstzweck angesehen wird. Es kann vorrangig nicht darum gehen, den Gegner nur festzulegen. Primär ist immer das Schlagen des Gegners das Ziel.
Die Struktur oder das Fundament des JKDs manifestiert sich in der so genannten “Kampfhaltung” oder Bai Jong.
Jede Technik und jede Bewegung im JKD kommt aus dem Bai Jong. Eine Technik, die nicht aus dem Bai Jong kommt, passt nicht ins JKD. Der Bai Jong ist das Kettenglied, dass alle Bewegungen zusammen hält. Dabei sichert der Bai Jong im Angriff eine wasserdichte Verteidigung genauso wie er in der Verteidigung jederzeit die Möglichkeit zum Angriff offenlässt.
Der Bai Jong oder On-Guard-Stance ist dabei mobil, nicht starr. Im JKD wird die stärkere, mehr trainierte und besser koordinierte Seite des Kämpfers nach vorne genommen. ca. 80% aller Techniken mit der Hand oder dem Fuß werden im JKD mit den vorderen Waffen ausgeführt. Die Stellung muss dabei Stabilität, Mobilität, eine aggressive Verteidigung, den Konterangriff und das Abfangen ermöglichen. Dazu setzt der Stand eine leichte gebeugte Haltung vorraus, ein Federn in den Knien, das zusammen mit einer einigermaßen gleichmäßigen Verteilung des Körpergewichtes auf beiden Füßen sowie der Federkraft des hinteren Beines durch den erhobenen Hacken und die Ausrichtung nach vorne. Der hintere Arm ist dabei vor den Rippen, relaxt aber fertig für die defensiven Aufgaben, die Hand vor dem Gesicht. Der vordere Arm ist relaxt vor dem Körper, den Ellenbogen ca. eine Faustbreit entfernt von den Rippen, die Hand in leichter Bewegung und ungefähr auf Kinnhöhe. Durch die “relaxte Anspannung” werden Schläge und Tritte ohne vorhergehende telegrafierende Bewegungen möglich.
Wichtig ist hierbei, dass diese Stellung keine feste starre Haltung ist, sondern sich der Kämpfer selbst die ganze Zeit in unmerklichen leichten Bewegungen, die weder Ermüden noch bestimmte Angriffe voraus erahnen lassen, befindet.
Aus dieser Position heraus kommen im JKD alle Bewegungen und Aktionen.
Im JKD Training wird sehr viel Wert auf die eigene Offensive gelegt. Hintergrund dieses Gedankens im Gegensatz zum stärkeren Training der Defensive ist der Umstand, dass die Reaktion auf einen gegnerischen Angriff immer langsamer ist als die eigentliche Aktion. Die erfolgreiche Abwehr, insbesondere die Abwehr der gesamten Gefahrensituation, kann nicht über die bloße Verteidigung erfolgen, da der Gegner zwangsläufig mit seinen Attacken erfolgreich sein wird und den Verteidiger somit überrennt.
Ziel im JKD ist es vielmehr, die Gefahr beim ersten Anzeichen durch einen eigenen Angriff abzufangen, zu stoppen, zu unterbrechen und somit den physischen Angriff sowie die psychische Angriffsmotivation des Gegners zu brechen und in die eigene Offensive zu gehen. Der eigene Angriff wird dabei so lange ohne Unterbrechung fortgesetzt, bis die Situation beendet ist.
Timing, Distanzgefühl und ein technischer Fluss sind hierbei wichtige Eigenschaften im JKD.
Sollte eine Auseinandersetzung in einer weiten Distanz beginnen, so muss sich der Gegner dem JKD’ler nähern, um diesen anzugreifen. Dieser Annäherung wird im JKD mit dem Abfangen durch einen Stoppkick trainiert. Wichtig ist, dass entweder der eigene Angriff nach diesem Stoppkick sofort weitergeführt wird oder nach Möglichkeit die sichere Flucht ergriffen wird.
Zum Stoppkick gehört das Prinzip der “längsten Waffe gegen das nächste Ziel”. Um den Gegner abzufangen, der sich auf einen zu bewegt, wird der vordere Sidekick gegen dessen Knie, Patellasehne oder Schienbein benutzt.
Ist der Gegner schon in einer Distanz, in der er den JKD’ler ohne Schritt erreichen kann, wird versucht, nach dem ersten Anzeichen eines Angriffs diesen mit einem Stoppschlag oder einem Hookkick abzubrechen. Auch hier wird anschließend sofort der eigene Angriff eingesetzt, man wartet nicht erst und sucht nach einer Reaktion beim Gegner.
Sollte der gegnerische Angriff nicht vorher erkannt werden können, so muss gleichzeitig zur Abwehr des Angriffs (Parieren oder Ausweichen, nach Möglichkeit kein Zurückweichen) der eigene Gegenangriff gestartet werden. Diese Gleichzeitigkeit ist wichtig, um weiteren, folgenden Angriffen des Gegners zuvor zu kommen.
Unter Berücksichtigung dieser Punkte wird im JKD keine passive Verteidigung trainiert, sondern so früh wie möglich die eigene Offensive eingeleitet. Daher die offensive Verteidigung.
So wird in Peking (China) Jeet Kune Do unterichtet. Was der Trainer dort für eine gewaltige Schlagkraft entwickelt hat. Er führt alles dynamisch, flexibel und doch sehr hart aus. Er hat das Prinzip des Jeet Kune Do von Bruce Lee verstanden und kann es umsetzen.
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