Die Westdeutsche Meisterschaft im Ju-Jutsu Fighting und Duo in Hanau

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Sven Fritz, Markus Buthe, Alexander Kirnow, Reimut Scheffler

Sven Fritz, Markus Buthe, Alexander Kirnow, Reimut Scheffler

Am vergangenen Sonntag fanden die Westdeutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu Fighting und Duo in Hanau statt. Die jeweils fünf besten Kämpfer einer Gewichtsklasse aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein Westfalen kämpften um den Titel auf Gruppenebene und die Teilnahmeberechtigung zur Deutschen Meisterschaft. Auch der Paderborner Markus Buthe mischte in seiner Gewichtsklasse -85kg auf der Kampffläche mit.

Der Kader-Athlet musste direkt zu Anfang des zweiten Wettkampftages, an dem die Senioren kämpften, ran und starte im Pool B.
Mit Erreichen des Viertelfinales musste der TVler gegen Reimund König vom TV Pirmasens antreten. Hier konnte sich Markus in Part 1 mit Schlag- und Tritttechniken einen Vorsprung erarbeiten, hatte aber in Part 2 (Judo Standkampf) und Part 3 (Bodenkampf) schwer zu kämpfen und konnte nicht vor Ablauf der drei Minuten Kampfzeit frühzeitig gewinnen. Der Paderborner sackte den Sieg dann aber mit einem klaren Vorsprung ein.
Im Halbfinale trat der Paderborner dann auf Alexander Kirnow vom PSV Kassel, an dem sich Buthe so richtig die Zähne ausbiss.
Markus kämpfte auch hier wieder sicher in seiner Spezialdisziplin Part 1 eine Ippon-Wertung (zwei Punkte) nach der anderen.
Und auch hier gelang es ihm einfach nicht, den Gegner in Part 2 zu werfen. Kirnow, russischer Abstammung, die oft dem Judo oder Sambo verpflichtet und deswegen sehr stark in Part 2 + 3 sind, dominierte durch seine Kraft so stark, dass Buthe im Bodenkampf sehr unbequeme Bodenkämpfe meistern musste und sich dabei einige Verletzungen durch Mattenbrand im Gesicht zuzog. Erneut erst nach Ablauf der drei Minuten Kampfzeit gewann Markus den Einzug ins Finale mit einem 7-Punkte Vorsprung.

Auf großen Turnieren wie der Westdeutschen Meisterschaft ist es so, dass alle Finalkämpfe nacheinander auf der mittleren Matte ausgetragen werden und einzelne Kämpfer, die sehr früh mit ihren Kämpfen begonnen, lange auf ihr Finale warten müssen. Das bedeutet, dass sich diese Kämpfer erneut erwärmen müssen und sich auf Sieg einstimmen müssen, um fit zu sein für die letzte Entscheidung des Turniers.
Zum Finale standen ca. 250 Gäste an der Absperrung zur Matte und riefen die Namen ihrer Sympathisanten. Die Kontrahenten und die jeweiligen drei Kampfrichter wurden namentlich aufgerufen. Sven Fritz vom PSV Wuppertal in Rot und Markus Buthe vom TV 1875 Paderborn in Blau. Beide sind mehrfache Landesmeister im wettkampfreifen Alter mit Erfahrung.
Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hatten beide schon in der Tasche, doch jetzt ging es um den Titel des Westdeutschen Meisters.
Im Kampf schenkten sich beide NRWler nicht viel und hier schafften es beide nicht, sich in Part 2 mit einem erfolgreichem Wurf durchzusetzen.
Auch der judoerfahrende Fritz wurde erst im Bodenkampf so richtig gefährlich, dass Markus hilfewedelnd abschlug. Es war keine Technik, die ihm zu schaffen machte, nur bekam er so hermetisch eingeschlossen in Jacke des Gegners und Armen keine Luft mehr.
Buthes Landestrainer und Coach Jürgen Hatzky norderte Buthe taktisch ein und rief ihm immer wieder sein Ziel vors innere Auge, Westdeutscher Meister werden zu wollen.
Beide Kämpfer wechselten bei der Punktewertung in der Führung, so dass es für den TVler abwechselnd Führung, gefolgt vom Rückstand hieß.
Genau 12 Sekunden vor Ablauf der vollen Kampfzeit lag Markus mit einem Punkt im Rückstand und Fritz wusste taktisch, dass Buthe kommen musste, um daran etwas zu ändern. Und Buthe kam, punktete und lieferte sich mit Fritz eine wahre Schlacht voller Schläge und Tritte.
Mit Ablauf der Zeit stand es 19:16 für Buthe und von draußen protestierten die Anhänger Fritzs, dass die Kampfrichter eine Ipponwertung, bestehend aus zwei Punkten, für den Wuppertaler vergessen hatten.
Die Kampfrichter traten zur Beratung zusammen und für Buthe begann mit starrem Blick auf die Wertungstafel die längste Zeit des Kampfes.
Jetzt gaben die Kampfrichter eine Waza-Ari für Fritz, wodurch es nur noch 19:17 stand und die Kampfrichter noch über die fehlende Ipponwertung diskutierten. Hätte diese Fritz bekommen, hätte Markus ein mega Problem gehabt. Sie gaben ihn aber nicht und Buthe offiziell zum Sieger erklärt.
Am 24.06. – 26.06. finden die Deutschen Meisterschaften in Großbeehren bei Berlin statt. Der Nordrhein Westfälische Ju-Jutsu Verband kam in der Länderwertung auf Platz Zwei. Siegen konnte hier das Bundesland Hessen, Rangletzes war das Saarland noch vor Rheinland Pfalz.

Weitere Infos und Fotos unter: www.jujutsufighting.de

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Der Wettkampf im Ju-Jutsu

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Ju-Jutsu Fighting

Ju-Jutsu Fighting

Im Wettkampf des Ju-Jutsu können sich die Kampfsportler in verschiedenen Disziplinen messen. Disziplinen, die Aufschluss darüber geben sollen wer am besten sein Handwerk versteht. Die zwei bekanntesten Arten zum messen des Könnens im Ju-Jutsu sind der Fighting-Wettkampf und der Duo-Wettkampf. Beide fordern ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Ausdauer. Die Unterschiede der beiden Wettkampfarten liegen jedoch darin, dass im Fighting frei gekämpft wird (Einschränkungen gibt es schon, sonst wäre es Mixed Martial Arts) und im Duo eine Antwort auf eine vorgegebene Situation gegeben wird, die vorher im Training eingeübt worden ist.

Fighting-Wettkampf

Fighting ist eine Wettkampfvariante, die nur leichten Kontakt der Kämpfer erlaubt (nicht wie im Boxen, wo mit voller Kraft möglichst ein K.O. erzielt werden soll). Es geht im Fighting nicht darum den Gegner auszunocken, sondern der Sinn des Leichtkontaktes im Ju-Jutsu liegt darin, dass die Kämpfer Ihr Geschick und Ihr technischen Verständnis (Welche Technik setz ich jetzt ein?) unter Beweis stellen. Die Kämpfer sollen Deckunglücken beim jeweiligen Gegner entdecken und dort gezielt einen Treffer landen. Gerade Tritte und Schläge, sowie Knie- und Ellebogenstöße bzw. Schläge sind in der Variante auch verboten und schränken so den Zweikampf enorm ein. Ziel dieser Einschränkung ist jedoch ein hohes Verletzungsrisiko zu vermeiden. Verständlich. Ansonsten müssten bei jedem Kampf ein Arzt anwesend sein, was den Kostenaufwand enorm in die Höhe treiben würde. Schläge und Tritte unter die Gürtellinie sind grundsätzlich verboten (wie in jeder anderen Kampfsportart auch). Gekämpft wird auf einer Mattenfläche und über alle Distanzen hinweg. Es wird geschlagen und getreten ähnlich wie im Karate, geworfen wie im Judo und am Boden gekämpft wie ein Jiu-Jitsu Kämpfer. Es ist schon fast wie in den Mixed Martial Arts Kämpfen. Anders ist jedoch, dass die einzelnen Distanzen (Tritt-Schlag-Distanz, Wurf-Distanz, Boden-Distanz) einzelne Parts (Teile des Kampfes) darstellen. Die während des Kampfes variieren müssen. Es geht also nicht wie im MMA Kampf zu denken:”Ich kann gut zuschlagen, also lass ich mich am Besten nicht greifen.”, so geht das nicht. Im Ju-Jutsu Fighting würde das verhalten Strafpunkte bringen. An sich ist die Wettkampfform Fighting ein gute Idee. Falls ihr Ju-Jutsu macht, steigt ins Fighting ein!

Hier die Klassen für die Männer:

U 10 – keine festen Gewichtsklassen – Einteilung erfolgt in max. 5 kg Unterschied

U 12 – keine festen Gewichtsklassen – Einteilung erfolgt in max. 5 kg Unterschied

U 15 – 34 kg – 37 kg – 41 kg – 45 kg – 50 kg – 55 kg – 60 kg – 66 kg + 66 kg

U 18 – 50 kg – 55 kg – 60 kg – 66 kg – 73 kg – 81 kg + 81 kg

U – 62 kg – 69 kg – 77 kg – 85 kg – 94 kg + 94 kg

Senioren – 62 kg – 69 kg – 77 kg – 85 kg – 94 kg + 94 kg

Die Klassen der Frauen:

U 10 – keine festen Gewichtsklassen – Einteilung erfolgt in max. 5 kg Unterschied

U 12 – keine festen Gewichtsklassen – Einteilung erfolgt in max. 5 kg Unterschied

U 15 – 32 kg – 36 kg – 40 kg – 44 kg – 48 kg – 52 kg – 57 kg – 63 kg + 63 kg

U 18 – 44 kg – 48 kg – 52 kg – 57 kg – 63 kg – 70 kg + 70 kg

U 21 – 55 kg – 62 kg – 70 kg + 70 kg

Senioren – 55 kg – 62 kg – 70 kg + 70 kg

Weitere Informationen zum Fighting-Wettkampf

Duo-Wettkampf

Der Duo-Wettkampf ist kein direkter Fight. Es ist vielmehr mit Tanz-Wettkämpfen zu vergleichen. Der Bewegungsablauf wird gezeigt und 5 Kampfrichter bewerten den geizeigten Bewegungsablauf mit zahlen von 1 bis 10, wobei 10 das Beste ist. Die Teilnehmer treten immer paarweise an und zeigen so meist sehr komplexe und beeindruckende Bewegungsabläufe, die sie Monate vor dem Turnier beim Training einstudiert haben. Natürlich werden die Teilnehmer, wie beim Fighting-Wettkampf auch, in Alters- und Gewichtsklassen eingeteilt. Die Tabelle über Alters- und Gewichtsklassen weiter oben ist auch für Dou geltend. Der Haken am Duo-Wettkampf ist jedoch, dass die Teilnehmer sich die Techniken und Angriffe, die vorführen, nicht aussuchen dürfen. Ein Kampfrichter auf der Matte gibt die Angriffe ( gegen die sich der jeweilige Teilnehmer “verteidigen” soll ) vor. Natürlich gibt es ein begrenzte Auswahl an Angriffe aus denen der Kampfrichter einige aussuchen kann. Die begrenzte Auswahl an Angriffen wird Duo-Serie genannt. Ziel ist es die meisten Punkte im Paar gegen Paar Kampf zu bekommen, um sich so gegen alle anderen Teilnehmerpaare in der selben Klasse zu beweisen.

Weitere Informationen zum Duo-Wettkampf

Fazit

Der Fighting-Wettkampf ist eine gute Sache um seine kämpferischen Reflexe und Techniken zu testen und zu festigen. Jedoch ist aus meiner Sicht der Ju-Jutsu Fighting Kampf schon fast ein Geschicklichkeitsspiel, da der Leichtkontankt manchmal ein bisschen überbewertet wird und man wegen zu harter Schläge bestraft wird. Der Duo-Wettkampf dagegen ist garnicht mein Ding da es einfach nur einstudierte bewegungsabläufe sind die auf der Straße niemals funktionieren würden. Die Bewegungsabläufe sehen zwar gut aus, aber auch nur weil der Partner meist mitspringt.

Wie ist eure Meinung zum Ju-Jutsu Wettkampf?

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Ju-Jutsu Competitioncamp 2009

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Competitioncamp

Competitioncamp

Das Ju-Jutsu International Federation Summercamp 2009 findet vom 09.08.2009 bis zum 15.08.2009 in Bad Blankenburg, Germany, statt. Es ist ein internationales Trainingscamp für den Wettkampf. Sowohl für Fighting-Interessierte als auch für Duo-Teilnehmer.

Weitere Info’s findet Ihr hier

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Die 3. Hürther Stadtmeisterschaft

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Die 3. Hürther Stadtmeisterschaft fand am letzten Samstag ( 31.01.2009 ) in Hürth statt. Es waren ca. 70 Kämpfer vertreten, welche zum Teil am Fighting teilnahmen und zum Teil am Duo teilnahmen. Aus meinem Verein dem Judo und Ju-Jutsu Club – Samurai – Nettetal haben Pascal Delbos und ich, Markus Schwarz teilgenommen. Da Pascal’s Klasse ( U-18) mit den Klassen U-21 und Senioren zusammengelegt worden ist, hatte er leider keine Chance unter die ersten drei Plätze zu kommen. Er musste mit 14 Jahren gegen Erwachsene kämpfen die ihm nicht nur körperlich überlegen waren sondern auch meist schon viel mehr Erfahrung als er hatten. In meiner Gewichtsklasse ( bis 77 kg ) sind auch die Alterklassen U-18, U-21 und Senioren zusammengelegt worden. Mir ist es gelungen den 3. Platz in meiner Gewichtsklasse zu erreichen.

Nach dem Wiegen was von 9:00 bis 10:00 Uhr stattfand gab es noch einen besonderen Moment für Peter Longerich. Ihm ist der zweite Dan für besondere Dienste im Vereinswesen vom Nordrhein-Westfälischen Präsidenten verliehen worden, denn er ist schon seit 29 Jahren im Verein tätig und hat sich schon öfter für den Verein und vor allem für die Jugend eingesetzt.

Kurz darauf haben auch schon die Kämpfe begonnen. Es waren wegen der Menge der Kämpfer zwei Matten aufgebaut um die Dauer des Turniers wesentlich zu reduzieren. Begonnen wurde mit des jüngsten Altersklassen im Fighting. Da es wenig Duo-Kämpfe gab wurden diese zwischen die Fighting-Kämpfe geschoben. Es ging relativ schnell und schon war ich an der Reihe. Meine Gewichtsklasse sah so aus, dass es zwei Pool’s gab, in dem jeweils drei Kämpfer gegeneinander Kämpfen. Die zwei besten Kämpfer jedes Pool’s kamen dann nochmal in ein Ko-System. Ich selbst habe meinen ersten Kampf gewonnen und habe den zweiten in meinem Pool verloren. Ich bin jedoch trotzdem weiter gekommen, da ein Kämpfer in meinem Pool beide Kämpfe verloren hat und ich somit zweiter in meinem Pool gworden bin. Im Ko-System bin ich jedoch rausgeflogen, da ich einen Gegner gehabt hatte, der sehr stark in Part zwei und drei war. Er war mit Sicherheit auch ein Judoka. Da ich jedoch das Ko-System erreicht habe, habe ich mir schon den 3. Platz gesichert gehabt.

Um 16:00 war dann die Siegerehrung wo ich mich auf Treppchen gestellt hatte und meine Medallie für den 3. Platz entgegen nahm.

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