Reine Glückssache

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Weshalb herkömmliche Selbstverteidigungsmethoden nicht funktionieren können.

Was erwarten wir von einer guten Selbstverteidigung?

Sie muss zweierlei:

1. optimalen Schutz gegen die herkömmlichen Angriffe bieten,

2. sich in kurzer Zeit erlernen lassen.

Age-Uke_karate

Age Uke

Und schon bei der ersten Forderung hapert es im Allgemeinen; denn die Abwehrtechniken der meisten Selbstverteidigungsmethoden erweisen sich in der Praxis als untaugliche Mittel. So ist es mit der in den Budo-Stilen üblichen Blocktechnik nicht möglich, einen ansatzlos – ohne Ausholen und Ganzkörperbewegung – gestoßenen Faustangriff systematisch abzuwehren.

Diese kühn und ketzerisch erscheinende Behauptung haben meine Schüler und ich in Hunderten von Demonstrationen mit höchsten Dan-Trägern der diversen Stile immer wieder praktisch unter Beweis gestellt. Von zehn ansatzlos gestoßenen Faustangriffen konnte kaum jemand auch nur einen einzigen abwehren.
Dieses Versagen war keinesfalls auf das mangelnde persönliche Können des jeweiligen Versuchspartners zurückzuführen – oft handelte es sich um austrainierte Deutsche oder Europameister ihrer Disziplin; denn nicht der Mann oder die Frau versagte, sondern die benutzte Abwehrmethode war ungeeignet.

Damit die Abwehr eines Angriffes kein Zufallsergebnis ist, muss der Verteidiger zuerst Art und Ziel des
Angriffes erkennen, bevor er sinnvoll reagieren kann. Die Zeit, die das Gehirn des Kämpfers braucht, um
die Steuervorgänge zur Reaktion zu schalten, nennen wir die Hirnschaltzeit.
Die Schaltzeit ist umso länger, je mehr Informationen das Gehirn zur Identifikation, das heißt zum genauen Erkennen des Angriffes, benötigt.

Mit anderen Worten: Je mehr Denkschritte das Gehirn eines Kämpfers benötigt, um einen Angriff zu identifizieren und damit einer passenden Abwehr zuzuordnen, desto länger und ungünstiger wird seine minimale Reaktionszeit. Oder: Je weniger Entscheidungsschritte, desto kürzer und günstiger die minimale Reaktionszeit.

Je weniger Entscheidungsschritte,
desto intelligenter die Methode!

Je mehr Entscheidungsschritte,
desto umständlicher die Methode!

Zur Identifikation eines Elementes aus einer Menge von zwei Elementen benötigt man beispielsweise einen Entscheidungsschritt, bei vier Elementen zwei Schritte, bei acht Elementen drei Schritte und bei 16 Elementen vier Schritte.

Eine gute Selbstverteidigungsmethode muss mit möglichst wenig Zweierschritten jeden Angriff eindeutig identifizieren können.

Die Mehrzahl der traditionellen Methoden, die ich selbst betrieben habe, zwingt die Anwender dieser Stile aus einer Menge von 12 bis 24 Elementen zu lokalisieren.
Die Mehrzahl der herkömmlichen Methoden muss zunächst erkennen, in welcher Höhe der Angriff erfolgt. Man differenziert dabei meistens nach dem Merkmal „Höhe“ die drei Stufen: oben (jap. jodan), Mitte (jap. chudan) und unten (jap. gedan).

Soto Uke

Soto Uke

Viele Stile müssen auch berücksichtigen, ob es sich um einen Angriff mit dem rechten oder linken Arm, bzw. rechten oder linken Bein handelt, so dass das Merkmal „Seite“ zwischen links und rechts zu unterscheiden zwingt. Viele Stilisten werden hier behaupten, seitenindifferent zu sein, das heißt nicht hinsichtlich links oder rechts Unterschiede zu machen. Aber diese Auffassung ist trügerisch; denn die Frage ist nicht, ob z.B. ein Kämpfer einen rechten Fauststoß wahlweise mit linkem Außenblock oder mit rechtem Außenblock (z.B. im Karate Soto Ude Uke) abwehren könnte. Man müsste hier ein Stück weiterdenken und käme dann zu der realistischen Feststellung, dass man nach dem erfolgreichen linken Außenblock relativ gedeckt dasteht, nach dem erfolgreichen Block mit dem rechten Arm aber völlig ungeschützt dem immer folgenden Konterstoß des gegnerischen linken Armes ausgesetzt ist. Somit ist die Unterscheidung zwischen links und rechts für solche Methoden entscheidend über Sieg oder Niederlage.

Ein weiteres unerlässliches Merkmal ist die „Schlagform“, wobei nicht nur zwischen gerade und kurvig, sondern eigentlich auch zwischen den verschiedenen Winkeln der Kurve wohl differenziert werden müsste. Gerade darin besteht z.B. oft die Unmöglichkeit für einen Budoka, den Schwinger eines Schlägers oder den Haken eines Boxers sicher abzuwehren.

Abgedeckt wäre dadurch allerdings noch nicht einmal ein Faustrückenschlag, bei dem man wiederum zwischen verschiedenen Winkeln unterscheiden müsste, denn sicherlich lässt sich ein vertikaler Faustrückenschlag nicht so behandeln wie ein horizontaler oder diagonaler.

Ins Kalkül ziehen müsste man auch – was herkömmliche Methoden in der Regel aber nicht tun – die Frage, ob der Angriff auf die zentrale Drehachse des Körpers zielt oder mehr auf eine der beiden Seiten; denn sonst muss man den Angriff oft über die ganze Körperbreite zur Seite blocken, was mehr Kraft und Zeit erfordert und ein großes Risiko darstellt.

Die etablierten asiatischen Selbstverteidigungskünste müssen (oder müssten eigentlich) ihrer Struktur nach mindestens aus einer Menge von 12 bis 50 Elementen auswählen.

Wie wir z.B. auf die Zahl 12 kommen, möchten Sie wissen? Gehen wir der Einfachheit halber von den Merkmalen
„Höhe“ (oben, Mitte, unten), „Seite“ (links, rechts) und „Schlagform“ (gerade, kurvig) aus, obwohl diese keinesfalls zur Identifizierung eines Angriffes ausreichen.

Für drei Möglichkeiten der Höhe gibt es zwei Möglichkeiten der Seite, also schon einmal sechs Elemente. Jeder dieser Angriffe kann gerade oder kurvig erfolgen, so dass allein jetzt schon mit 12 Elementen (drei mal zwei mal zwei) gerechnet werden muss.
Realistisch müsste man für die meisten Stile von 24 bis 50 oder mehr Elementen ausgehen, so unzureichend
sind sie strukturiert.
Um zwischen 12 Elementen auszuwählen, braucht man 3.585 Zweierschritte oder bit. Bei 50 Elementen sind schon 5.644 bit erforderlich.

Leider steht uns im Kampf kein Computer, sondern nur unser eigenes beschränktes Hirn zur Verfügung, das durch die Situation schon genug gestresst ist und kaum Höchstleistung bringen kann. Und deshalb müssen wir mit jedem bit geizen.

Die Selbstverteidigungsmethode ist für mich die beste, die es mir aufgrund ihrer „intelligenten“ Struktur erlaubt, möglichst wenige oder besser gar keine Entscheidungen fällen zu müssen; denn jeder Entscheidungsschritt kostet Zeit. Kostbare Zeit.

Wieviel Zeit genau ein Entscheidungsschritt kostet? Da muss ich mich auf die Experten verlassen, die über die Nervenreizleitgeschwindigkeit mit einer Entscheidungsschritt-Taktzeit von 180 m/s rechnen. Bei 12 Elementen (3.585 Zweierschritte) ergibt sich demnach eine durch auch noch so viel Training nicht zu unterschreitende minimale Reaktionszeit von 0,745 Sekunden.
Bei 24 Elementen sieht es noch schlechter aus: 0,925 Sekunden!

Damit mich der geneigte Leser jetzt bitte nicht für weltfremd hält, räume ich ein, dass der normale Kämpfer, der solch eine umständliche Selbstverteidigungsmethode praktiziert, sich nicht daran hält und in den seltensten Fällen 0,745 oder besser 0,925 Sekunden nachdenkt und dann die Abwehrbewegung beginnt, für die er sich entschieden hat. Er müsste aber so vorgehen, wenn er zumindest theoretisch gegen alle Angriffe geschützt sein wollte.

Aufgrund negativer Erfahrungen weiß der kluge Anwender solch umständlicher Methoden aber, dass der Gegner weniger Zeit zu seinem Angriff braucht als er selbst zur Entscheidungsfindung. Deshalb verzichtet der fortgeschrittene Anwender von umständlichen Verteidigungsmethoden auf umfassendes, aber Zeit und Sieg raubendes Identifizieren des Angriffes und macht stattdessen die erste (aber nicht beste) Abwehr, die ihm in den Sinn kommt. Bei Fortgeschrittenen gründet sich diese Auswahl auf Erfahrung (siehe Anteperzeption), bei nicht so Fortgeschrittenen auf Panik.
Der Fortgeschrittene hofft also, z.B. einen Fauststoß richtig abwehren zu können, weil er aus der augenblicklichen Position der gegnerischen Faust (aufgrund seiner Erfahrung) das spätere Ziel erraten zu können glaubt. Das kann klappen, das kann aber auch nicht klappen. Und weil von einer systematischen Abwehrchance in diesem Fall nicht gesprochen werden kann, nennen wir Verteidigungsstile, die sich nur auf Anteperception verlassen, nicht Systeme, sondern bloß Methoden, das heißt Wege, die in der Vergangenheit öfter erfolgreich als erfolglos waren. Zurück zur Reaktionszeit. Sie gibt – wie Sie wissen – nur die bloße Hirnschaltzeit an. Eine Bewegung haben Sie immer noch nicht gemacht. Hinzurechnen müssen Sie jetzt noch die Zeit, die für die jeweilige Abwehrbewegung benötigt wird. Je
kürzer und ökonomischer die Abwehrbewegung ist, desto weniger Zeit brauchen Sie. Versuchsanordnungen zum Ermitteln der Zeit, die typische herkömmliche Abwehrbewegungen erfordern, sind nicht genormt, so dass die verschiedenen Quellen von den verschiedensten Zahlen ausgehen. Nehmen wir einmal an, dass eine Abwehrbewegung mit ca. 0,10 Sekunden nicht völlig falsch eingeschätzt ist, dann ergibt sich für die gesamte Abwehrzeit (Abwehrzeit = Reaktionszeit + Blockzeit) einer typischen umständlich strukturierten Verteidigungsmethode mit kulant gerechneten 12 Elementen:

Reaktionszeit + Blockzeit = Gesamte Abwehrzeit

0,754 Sek.           +  0,10 Sek.    = 0,854 Sek.

Stellen wir diese rund gerechnet 0,9 Sekunden der Zeit gegenüber, die ein guter Kämpfer benötigt, um z.B. einen ansatzlosen zentralen Fauststoß in der Nahdistanz auszuführen (ca. 0,15 bis 0,20 Sekunden), dann wird Ihnen deutlich, wie unmöglich eine erfolgreiche und systematische Abwehr nach den herkömmlichen Methoden ist.

Ansatzloser Angriff aus der Nahdistanz: ca. 0,10 Sekunden.

Durchschnittliche Gesamtabwehrzeit: bis zu ca. 0,854 Sekunden.

Sie meinen, jetzt wird Ihnen klar, weshalb unsere Versuchspartner unsere Fauststöße nicht abwehren konnten? Ich muss Sie leider noch mehr frustrieren, denn unser Standardexperiment gibt dem Partner viel mehr Chancen – mehr, als er sie jemals auf der Straße in einer realen Selbstverteidigungssituation hätte. Aber dennoch muss er getroffen werden!

Um den Versuch noch eindeutiger und umso transparenter zu machen, schenken wir dem Versuchspartner die lange Entscheidungszeit, indem wir ihm vorher exakt bezeichnen, mit welchem Arm wir wohin (Mitte der Brust) stoßen werden. Wir wünschen jedem unserer Leser, dass er im Ernstfall auf solch einen liebenswürdigen und verständnisvollen Gegner trifft.

Obwohl von dem Versuchspartner nun kein einziger Entscheidungsschritt erbracht werden muss, um den Angriff zu identifizieren, kann er den bekannten, aber ansatzlos gestoßenen Angriff nicht abwehren.

Weshalb nicht, möchten Sie wissen?

Weil sein Gehirn (nach Woodworth und Schlossbert, 1954) bei optischem Impuls in jedem Falle 0,2 – 0,3 Sek. braucht, um überhaupt zu „schalten“. Selbst wenn der Angriff (was in der Praxis nie der Fall ist) und damit die Abwehrbewegung schon vorher bekannt sind, geht es nicht ohne diese Zehntelsekunde, die verstreicht, bevor die Abwehrbewegung begonnen werden kann.

Eingesetzt in unsere Gleichung ergibt das:

Reaktionszeit + Blockzeit = Gesamte Abwehrzeit

0,10 Sek.               + 0,15 Sek.    = 0,25 Sek.

Die günstigste, aber völlig unrealistische Abwehrzeit, (das heißt: wenn der Angriff vorher bekannt ist) beträgt also nach herkömmlicher Methode mindestens 0,25 Sekunden.

Stellen wir dieser theoretisch besten herkömmlichen Abwehrzeit von 0,25 Sekunden eine durchschnittliche Angriffszeit von 0,15 bis 0,20 Sekunden gegenüber (manche unserer Lehrergrade schaffen sogar unter 0,10 Sekunden), wird Ihnen deutlich, dass der Anwender der herkömmlichen Blockmethode rein rechnerisch von vornherein besiegt ist.

Über diese Abwehrschwäche sind sich die realistischer denkenden Topkämpfer der herkömmlichen Stile zumindest unbewusst im Klaren. Deshalb sieht man ja z.B. auch keinen einzigen spezifischen Block bei Vollkontakt-Wettkämpfen!

vom_zweikampfDer Text enstammt dem Buch “Vom Zweikampf” von Keith R. Kernspecht, Gründer der europäischen Wing Tsun Organisation. Weitere Informationen findet ihr unter der offiziellen Webseite www.wingtsunwelt.com

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Lo Man Kam

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Lo Man Kam ging 1956, von seinem Onkel ermutigt, in die “Republic of China”, Taiwan. Er repräsentiertedort das junge Volk Hong Kongs und erhielt private Ratschläge von Präsident Chiang Kai-shek. Als er später nach Hong Kong zurückkehrte schalt ihn sein Onkel und riet ihm wieder nach Taiwan zu gehen. So reiste er 1960 zurück nach Taiwan und besuchte dort eine Militärschule. Nachdem er einige Jahre gedient hatte, standen Lo Man Kam zwei Optionen offen. Er konnte eine Kariere in der Armee machen oder eine Kung Fu Schule eröffnen.

Lo Man Kam

Lo Man Kam

1974 eröffnen Lo Man Kam, nachdem er sich mit seinem Cousin Yip Chun beraten hatte, eine Wing Chun Schule in der 31 4F Lane 12, Alley 51, Sec. 3 Pa Te Road, Taipeh, wo sie sich noch heute befindet. Zur Zeit der Eröffnung war Lo Man Kam der einzige Wing Chun Trainer in Taiwan. Dort unterrichtet er u.a. das SWAT (Special Weapon Attack Team) und das FBI im waffenlosen Kampf. In seiner Schule werden heute Schüler aus der ganzen Welt unterrichtet und Sifu Lo Man Kam besucht seine Schulen in den verschiedenen Nationen, so oft er Gelegenheit dazu hat. Mit seiner SWAT Trainingsklasse besuchte er bereits die U.S.A und trainierte dort eine U.S. SWAT Einheit.

Auch viele bekannte Persönlichkeiten haben bereits unter der Leitung von Sifu Lo Man Kam trainiert. So bildete er den Neffen Chang Kai Sheks aus und unterrichtet heute noch den König und den Prinz von Brunei.

Auch die Lo Man Kam Wing Chun Association Germany wird von Sifu Lo Man Kam seit 1996 besucht. Bei seinen Aufenthalten unterichtet Sifu Lo Man Kam vor allem seine Schulleiter, aber er trainiert auch stehts die Schülergruppen in den einzelnen Schulen persönlich. Hierbei bemüht er sich den Anfängern des Systems, ebenso wie den Fortgeschrittenen, zu helfen ihr Kung Fu zu verbessern. Zudem werden in Zusammenarbeit mit den deutschen Schulleitern auch verbansoffene Seminare durchgeführt, die von jedem Wing Chun Interessierten besucht werden können. Seminartermine und Veranstaltungen in Deutschalnd können immer auf der Internetseite www.lomankam.de eingesehen werden.

Aus dem Buch “Siu Lim Tao – Die kleine Idee” zusammengestellt von Marc Debus. Es enthält Texte von Sifu Lo Man Kam, Gorden Lu, Marc Debus, Philip Müggler und Horst Uecker.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.lo-man-kam.de

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Lo Man Kam: Yip Man

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Yip Man

Yip Man

Yip Man studierte die Kunst des Wing Chun zwei Jahre unter Chan Wah Shun in Fo Shan, bis dieser starb. Er setzte sein Studium des Wing Chun unter einem von Cha Wah Shuns ältesten Studenten Ng Chung So drei Jahre fort. Später, im Alter von 16 Jahren, verließ Yip Man Fo Shan, um in Hongkong in die St. Stevens’s Schule für Knaben einzutreten. Yip Man war zu dieser Zeit ein Unruhestifter, der unaufhörlich in Kämpfe verwickelt war, die ihm einen besonderen, bei manchen nicht sehr guten, Ruf einbrachten. Eines Tages schlug ein Klassenkamerad Yip’s ihm vor, gegen einen schon ziemlich alten Kung Fu Lehrer einen Kampf auszutragen. Yip Man war mit diesem Vorschlag einverstanden, da er es eigentlich nicht gewohnt war seine Kämpfe zu verlieren und schon gar nicht, wenn dieser Mann um viele Jahre älter war als er selbst. Es war für Yip Man eine vermutlich sehr erstaunliche Erfahrung, dass dieser ältere Mann keinerlei Probleme Damit hatte, die Angriffe Yip’s abzuwehren und ihn innerhalb kürzester Zeit zu besiegen. Yip Man fragte, nachdem er seine Niederlage überdacht hatte, ob er Unterricht von seinem Gegner erhalten könne. Während der Unterhaltung stellte er fest, dass jener ältere Mann niemand anders war als Leung Bik, der Sohn Leung Yan’s, bei dem sein Sifu (Vaterlehrer) Chan Wah Chun die Kunst des Wing Chun Kung Fu Stils erlernt hatte und dieser somit zur selben Linie in der Vererbung des Kampfsystems gehörte.

Leung Bik war aufgrund seines sehr analytischen Umgangs mit den Techniken des Wing Chun Kung Fu Systems eine ganz andere Art von Lehrer wie sie Yip bis zu diesem Zeitpunkt von Chan Wah Chun gwohnt war. Er trainierte bei ihm weitere drei Jahre und brachte seine Fähigkeiten zur Perfektion. So wurde das später von Yip Man gelehrte Wing Chun ein Produkt zweier sehr unterschiedlicher Lehrer (nach Angaben einiger Yip Man Schüler ist Leung Bik niemals dessen Lehrer gewesen. Yip Man und Leung Bik waren ledeglich Freunde, alles andere sei eine Erfindung eines Journalisten).

Nach einiger Zeit kehrte Yip Man aus Hongkongwieder nach Fo Shan zurück. Später Besetzten dann die Japaner die Provinz Fo Shan. Die japanische Militärpolizei versuchte Yip Man als Ausbilder für ihre Truppen zu gewinnen, was dieser aber ablehnte. Sie engagierten einen anderen Kung Fu Meister, von dem der Nachname Leung bekannt ist, um Yip Man herauszufordern. Der ging nach längerer Zeit auf die Herausforderung ein und besiegte seinen Gegner problemlos. Er musste daraufhin Fo Shan verlassen, half aber der chinesischen Regierung weiterhin bei ihrem Wiederstand. Nachdem die Japaner Fo Shan verlassen hatten, kehrte Yip Man zurück und wurde Ermittler bei der dortigen Polizei. Einige Zeit später führte er seine Karriere als Oberhaubt der Militärpolizei fort. Zu dieser Zeit verbrachte Lo Man Kam bereits sehr viel Zeit bei seinem Onkel Yip Man.

Als China 1949 kommunistisch wurde, musste Yip Man seine Familie in Fo Shan verlassen und begab sich abermals nach Hongkong. Hier begann er wieder Wing Chun zu unterrichten. Seine erste Klasse hatte er in einem Hinterzimmer der Restaurant-Verbindung von Hongkong. Alle Schüler waren Mitglieder dieser Restaurant-Verbindung. Zu diesen ersten Schülern zählten Leung Sheung, Lok Yiu, Yip Bo Ching, Chan Wah, Lee Wing, Tsui Shan Tin (Tsui Sung  Ting), Lee Man und Lo Man Kam. Lee Man war zudem ein guter Freund Yip Man’s und des Vaters von Lo Man Kam. Sie kannten sich bereits sehr lange, da sie alle früher in Fo Shan lebten. Die Räume reichten für die schnell wachsende Anzahl von Schülern nicht lange aus. Yip Man eröffnete bald eine zweite Schule im Yim Wah Restaurant in der Stanley Street. Da auch die Mönche des “Three Prince Temple” Interesse an Yip’s Kampfkünsten hatten wurden dies der dritte Trainingsort. Als herausragender Schüler sei hier Lee Han erwähnt. Die schule in der Stanley Street musste später wegen zu vieler Schüler in die “Public Safety Union” verlegt werden, da hier größere Räumlichkeiten vorhanden waren.

Als nächstes initiierte Yip Man den “Fu Shan Wing Chun Club” in einem Appartment in der Hoi Tan Street. Er tat diesum auch anderen Schülern, die nicht Mitglieder der “Restaurant-Union” waren, das Training des Wing Chun zu ermöglichen. Zu den ersten Schülern hier zählten Wang Kiu und Chiu Yau. Auch Tsiu Shan Tin und andere Schüler aus der ersten Schule trainierten hier. In dieser Schule wurden später auch Wong Shun Leung und Cheung Cheuk Hing (William Cheung) aufgenommen.

Yip Man und Bruce Lee

Yip Man und Bruce Lee

Die Zahl der Schüler stieg stetig an und die Schule wurde von der Hoi Tan Street in die Lee Tat Street und später in das Shin Yip Building verlegt. In die Schule der Lee Tat Street kam auch der junge Bruce Lee, der daraufhin längere Zeit Unterricht bei Yip Man nahm.

Yip Man holte seine Familie später nach Hongkong und lebte und unterrichtete dort bis zu seinem Tod im Jahre 1972.

Aus dem Buch “Siu Lim Tao – Die kleine Idee” zusammengestellt von Marc Debus. Es enthält Texte von Sifu Lo Man Kam, Gorden Lu, Marc Debus, Philip Müggler und Horst Uecker.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.lo-man-kam.de

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Lo Man Kam: Yim Wing Chun

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Yim Wing Chun lebte mit ihrem Vater Yim Lee ( Yim Yee ) in der Kwantung Provinz in China. Yim Wing Chun war mit Leung Bok Chow, einem Salzhändler aus der Fukien-Provinz, verlobt. Yim Wing Chuns Mutter war kurz nach der Verlobung der beiden gestorben und ihr Vater war aus bis heute noch ungeklärten Umständen in der Kwantung Provinz unter Anklage gestellt worden. Um einer möglichen Inhaftierung zu entgehen floh Yim Lee mit seiner Tochter an den Fuß des Tai Lung Berges und ließ sich dort mit ihr nieder. Yim Lee betrieb in dieser Gegend ein Bohnen-Quark-Geschäft ( Tofu ). Dort kam es nun zum ersten Kontakt zwischen Ng Mui und Yim Wing Chun, da Ng Mui sehr oft Tofu im Geschäft von Yim Lee kaufte.

Im Alter von fünfzehn Jahren wurde Yim Wing Chun, wie es zu jener Zeit Sitte war, zur Heirat freigegeben. Die Schönheit Yim Wing Chuns zog die Aufmerksamkeit der jungen Männer auf sich. Besonders angetan von Yim Wing Chuns ansprechendem Äußeren war ein ortsansässiger Tyrann und Angeber, der sie versuchte unter Drohungen dazu zu zwingen ihn zu ehelichen. Da ihr Verlobter Leung Bok Chow noch immer in der Kwantung ( Kanton ) Provinz lebte, konnte er ihr nicht zur Seite stehen und auch nicht deutlich machen, dass Yim Wing Chun bereits vergeben war. Der ungewollte Verehrer ließ keinen Tag vergehen ohne Yim Wing Chun wissen zu lassen, dass sie ihn heiraten werde, egal welche Mittel er anwenden müsse. Die ständigen Drohungen des Mannes machten Yim Wing Chun und ebenso ihrem Vater Yim Lee große Sorgen. Eines Tages erfuhr auch Ng Mui von den ständigen Bedrohungen denen die beiden ausgesetzt waren, als sie wie üblich bei Yim Lee einkaufen war. Ng Mui hatte Mitleid mit dem Schicksal Yim Wing Chuns und versprach ihr, sie in der Kunst des Kämpfens zu unterrichten. Diese sollte Yim Wing Chun befähigen den bedrängenden Verehrer zurückzuweisen um doch noch ihren Verlobten heiraten zu können.

Ab jenem Tag folgte Yim Wing Chun ihrer Lehrerin Ng Mui täglich um sich in der Kunst des Kämpfens unterweisen zu lassen. Yim Wing Chun war eine gelehrige Schülerin und übte fleißig die ihr gezeigten Techniken. Als sie nach einiger Zeit die Bewegungsabläufe, die Ng Mui ihr vermittelt hatte, beherschte, forderte sie den Tyrannen und Angeber, als dieser abermals versuchte ihr zu drohen, zu einem Zweikampf heraus. Er nahm die Herausforderung voller Hohn an, da er sich seines Sieges über eine schwache Frau völlig sicher war und glaubte dadurch sein Ziel Yim Wing Chun heiraten zu können ebenfalls in greifbarer Nähe. Am Tag des Kampfes sollte es jedoch völlig anders kommen, als es sich der Angeber erhofft hatte. Nach einem kurzen Kampf hatte Yim Wing Chun über ihren Gegner triumphiert. Die erlittene Schmach aber brachte diesen dazu die Bemühung Yim Wing Chun zu ehelichen aufzugeben, da er erkennen musste, dass einer Kämpferin wie Yim Wing Chun auch mit Drohungen nicht beizukommen war. Ng Mui erfuhr von dem Ereignis und ihr war klar, dass ihre Schülerin die ihr gelehrten Techniken beherrschte und sich auch im richtigen Kampf behaupten konnte. Nach dieser Begebenheit verließ die Nonne Ng Mui ihre Schülerin, da sie nun keine Lehrerin mehr benötigte, und begann wieder durch das Land zu reisen. Bevor Ng Mui jedoch gegangen war, hatte sie Yim Wing Chun das Versprechen abgenommen, die ihr weitergegebene Kunst des Kung-Fu aufrecht zu erhalten und sie an Patrioten, die am Sturz der Ching-Dynastie und der Restauration der Ming-Dynastie interessiert waren, weiterzugeben.

Aus allen Berichten ergibt sich, dass das vollendete Wing Chun System in engem Zusammenhang mit der Nonne Ng Mui steht.

Nach dem Yim Wing Chun ihren Verlobten Leung Bok Chow geheiratet hatte, gab sie die Kunst des Kämpfens, wie es ihr von Ng Mui aufgetragen worden war, an ihren Gatten weiter, der dem System, zu Ehren seiner Frau, den Namen Wing Chun Kung Fu ( andere Varianten der Legnde besagen, der Name des Stilles habe sich von einer Halle innerhalb des Shaolin Tempels abgeleitet, die Wing Chun Halle hieß ).

Sifu Lo Man Kam erwähnte gegenüber uns vor einiger Zeit, dass man anhand der Bewegungsstruktur des Wing Chun Kung Fu, zumindest darauf schließen kann, dass es von einer Frau entwickelt wurde, da alle Bewegungen auch in traditionellen chinesischen Frauengewändern ausgeführt werden könnten. Dies würde man vor allem auch an den Kicks des Systems sehen, die ausschließlich für tiefe Angriffe gedacht sind. Auch dies erklärte sich durch die Roben, welche die Chinesinnen früher trugen.

Leung Bok Chow gab die Kunst des Kämpens an Leung Lan Kwai weiter. Dieser wiederum lehrt Wong Wah Bo die Kunst, der zu dieser Zeit Mitglied einer Opernschautruppe war, die an Board einer Dschunke lebte ( Es wird berichtet, dass es sich dabei um die Operntruppe der “Rooten Dschunke” Gehandelt haben soll, die Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts historisch belegt werden kann). Unter den Kameraden, die mit Wong Wa Bo an Bord der Dschunke arbeiteten und lebten, war ein Mann namens Leung Yee Tai, der die Langstocktechnik (Luk Dim Boon Kwun oder Six and a Half Point Pole) von einem Koch des Schiffes erlernt hatte, der in dieser Kunst zu kämpfen ein wahrer Meister war.

Es stellte sich heraus, dass der Koch des Schiffes niemand anderer war, als Meister Chi Sin aus dem Kloster am Sung Berg. Die enge Freundschaft zwischen Wong Wah Bo und Leung Yee Tai und unzählige gemeinsame Trainingstunden führten dazu, dass sie das Wissen über die Fertigkeiten ihrer Kampfkünste austauschen und sich gegenseitig in den verschiedenen Techniken unterrichteten. Zu guter Letzt führte der Austausch zur Aufnahme der Langstock-Technik in das Wing Chun Kung Fu System. Es wird ebenfalls angenommen, dass in dieser Periode das Training an der Holzpuppe (Muk Yan Jong) und die Kunst der Doppelmesser (Cham Dao, Form: Bart Cham Dao) Aufnahme in das System fanden.

Leung Yee Tai gab dieses nunmehr ausgeweitete System des Wing Chun Kung Fu an einen äußerst bekannten und hochgeschätzten Arzt der Stadt Fo Shan in der Kwantung-Provinz weiter. Leung Yee Tai lehrte in alle Geheimnisse der Kunst und sein Schüler erreichte nach einiger Zeit des Unterrichts die Höchste Perfektion in den ihm gelehrten Fertigkeiten. Der Ruf dieses Schülers mit Namen Leung Yan verbreitete sich im ganzen Land. Es kamen zusehend mehr Herausforderer aus den verschiedensten Regionen Chinas um sich mit ihm zu messen. Doch keiner der Herausforderer, gegen die Leung Yan kämpfte, war im Stande ihn zu besiegen und wurde von ihm meist mühelos geschlagen. Dies brachte ihm den Titel “König des Wing Chun” (Wing Chun Wong oder Yongchunwang) ein. Ein Journalist namens Au Soy-Jees schrieb sogar ein Buch über ihn.

Leung Yan war aufgrund seiner Tätigkeit als Arzt ( andere Quellen sagen, er sei kein Arzt, sondern ledeglich Kräuterkundiger gewesen) ein äußerst angesehener und reicher Mann in Fo Shan und beabsichtige, trotz seiner Erfolge in der Kunst des Kämpfens, nicht diese Tätigkeit aufzugeben um sich nur noch dem Wing Chun Kung Fu System zu widmen. Er unterrichtete seine beiden Söhne Leung Bik und Leung Tsun undnur noch ganz wenige andere Schüler, da sein Beruf ihm dafür nur eine begrenzte Zeit ließ. Weil Leung Bik, der älteste Sohn Leung Yans, nicht die Fähigkeiten besaß, die Fertigkeiten des Wing Chun Kung Fu Stils so perfekt zu erlernen, dass er sie hätte weitergeben können, fiel diese Aufgabe Leung Yans bestem Schüler Chan Wa Shun zu. Chan Wa Shun war ein äußerst hitziger Kämpfer, der viele Siege errang. Die meisten Erfolge hatte er seiner ungestümen Art zu kämpfen zu verdanken. Die Technik des Systems dagegen vernachlässigte er sehr. Er hatte nicht genügend Verständnis um seinen eigenen Kampfstil oder die einzelnen Techniken genauer zu analysieren. In diesem analytischen Denken war Leung Bik, der älteste Sohn von Leung Yan, Chan Wa Shun um einiges überlegen. Chan Wa Shun hatte trotz alledem eine größere Achtung in Fo Shan, da er mehrere spektakuläre Siege errungen hatte und so ergab es sich, dass Leung Bik Fo Shan verließ und nach Hong-Kong ging.

Chan Wa Shun unterrichtete nicht sehr viele Schüler in Fo shan, da seine Trainingsgebühren mehrere Unzen Silber betrugen und sich diese Summe nur sehr reiche Familien leisten konnten. Erwähnenswerte Schüler Chan Wa Shuns sind,  Ng Siu Lo, Ng Chung So, Chan Yu Min, Yu Chai und Yip Man, die er viele Jahre unterrichtete.

Aus dem Buch “Siu Lim Tao – Die kleine Idee” zusammengestellt von Marc Debus. Es enthält Texte von Sifu Lo Man Kam, Gorden Lu, Marc Debus, Philip Müggler und Horst Uecker.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.lo-man-kam.de

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Lo Man Kam: Das Kloster am Sung – Berg

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Die Grundlagen der verschiedenen Kampfsportarten und Kampfkünste der heutigen Zeit wurden mit großer Sicherheit vor mehr als 250 Jahren in den Shaolin Klöstern von China gelegt. Eines der Klöster befand sich am Fuße des Sung Berges in der Honan Provinz in Zentral-China. Während der Regierungszeit des Kaisers K’anghsi aus der Ching-Dynastie erlangten die Mönche jenes Klosters, die Anhänger des Siu Lam Kung Fu Stiles waren, einen beneidenswerten Ruf für ihre Fähigkeit zu kämpfen. Diese Kunde machte auch vor den Toren des Palastes der Ching Regierung nicht halt und erfüllte die Regierenden mit großer Sorge. So beschlossen sie nach längeren Gesprächen das Kloster und die in ihm lebenden Anhänger zu vernichten. Um diese Tat zu vollbringen entsandten sie Regierungstruppen, die das Kloster dem Erdboden gleich machen sollten. Doch ganz wider Erwarten konnten die Mönche das Kloster, trotz massiver Angriffe gegen die schwer bewaffneten Regierungstruppen, halten.

Diese Standhaftigkeit der Bewohner des Klosters veranlasste einen hohen Zivilbeamten dazu der Regierung einen Plan zu unterbreiten, mit dem er das Kloster am Sung Berg zerstören wollte. Dieser Regierungsbeamte mit Namen Chan Man Wei erhoffte dadurch die Gunst der Regierenden für sich zu gewinnen. Um seinen hinterhältigen Plan in die Tat umzusetzen begab sich Chan Man Wei zum Sung-Berg und verschwor sich dort mit einigen verraterischen Mitglieder der Klostergemeinschaft. Besonders zu erwähnen ist hierbei ein Mönch mit Namen Ma Ning Yee, der sich bereit erklärte das Gebäude hinter dem Rücken seiner Brüder in Brand zu stecken. Kurz darauf setzen die Verschwörer ihren Plan in die Tat um und zerstören das Kloster bis auf die Grundmauern.

Die Überlebenden des Klosterbrandes zerstreuten sich durch das ganze Land und verstecken sich vor den Verfolgern der Regierung. Unter den Flüchtigen befand sich unter anderem auch die buddhistische Nonne Ng Mui ( Wu Mai ), Meitser Fung Do Tak ( Fung To Tak ), Meister Chi Sin, Meister Mui Hin und Meister Pak Mei. In einigen Versionen der Legende werden auch noch einzelne Schüler genannt, die ebenfalls das Kloster verlassen konnten. Einige der hier genannten Meister, so auch die Nonne Ng Mui, hatten bereits im Kloster begonnen neue Formen und Techniken des Kämpfens zu entwickeln, da bereits seit einiger Zeit die Vermutung bestand verräterische Mönche unter sich zu haben. Die neuen Kampftechniken sollten verwendet werden, um sich gegen eventuelle Angriffe von Verätern zu wehren und sie durch ihnen unbekannte Techniken zu besiegen. Die Nonne Ng Mui flüchtete in den Tempel des Weißen Kranisch am Fuße des Tai Leung Berges, der auch Chai Hau Berg genannt wurde und sich an der Grenze der Provinzen Yunnan und Szechwan befand.

Ng Mui

Ng Mui

In dieser Zeit überlegte Ng Mui wie sie ein neues Kampfsystem entwickeln könnte, das den ihr bisher bekannten Systemen überlegen war. Die Grundidee für ihr neues System soll dadurch entstanden sein, dass sie während einer ihrer Meditationübungen den Kampf eines Kranichs und einer Schlange beobachtete ( andere Versionen berichten von einem Kampf zwischen einem Kranisch und einem Fuchs ). Das Verhalten des Kranichs, der seinem Gegner immer die Brustseite zuwendete und Angriffe mit den Schwingen abwerte um gleichzeitig mit dem Schnabel zu Kontern, soll ihr den entscheidenen Anstoß für das neue System geliefert haben.

In anderen Versionen wird berichtet, dass Ng Mui dadurch die Methode des Bak Hok Kuen ( Weißer Kranich Kung Fu ) entwickeln konnte. Sie soll daraufhin in die Guangxi Provinz gereist sein mit Mönch Mui Sun zu trainieren. Aus der Kombination ihrer beiden Kampfstile entstand nun das neue System. Mui Sun unterrichtete später das neue System Yim Lee.

Einige völlig andere Versionen berichten, dass Ng Mui aus einem taoistischen Tempel in den Hubeid’s Wudang Bergen in das Shaolin Kloster kam und das Wissen über das neue System bereits von dort mit in das Kloster brachte.

Aus dem Buch “Siu Lim Tao – Die kleine Idee” zusammengestellt von Marc Debus. Es enthält Texte von Sifu Lo Man Kam, Gorden Lu, Marc Debus, Philip Müggler und Horst Uecker.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.lo-man-kam.de

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