Kiten zu Ostern

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kitesurfenAn den Ostertagen bin ich auf Rügen gewesen. Es sollte mein zweites Kite-Erlebnis werden. Im Herbst letzten Jahres bin ich schon einmal auf Rügen zum Kiten gewesen und habe in Rosengarten meinen ersten Wasserstart gemacht. Dies haben ich nach dem fünften Versuch nur so gut hinbekommen, weil meine Freundin mir das ausgezeichnet erklärt hat. Sie selbst kitet seit ca. 3 Jahren und ist vom Lernfortschritt her schon beim springen angelangt. Manche werde jetzt vielleicht denken “Was ist schon dabei zu springen und zu fahren”, aber es ist nicht so einfach. Probiert es am besten selbst aus, jedoch bitte nur unter professioneller Aufsicht.

Die Ostertage waren einfach nur super auf Rügen. Vom Wetter her hätte es nicht besser sein können, denn es hat Tag für Tag die Sonne geschienen, ohne das auch nur eine einzige Wolke am Himmel gewesen ist.

Den Samstag bin ich dann seit langem wieder mal auf Brett gestiegen. Obwohl ich den Wasserstart erst letztes Jahr gelernt hatte, ist es wie Farradfahren gewesen. Ich legte mich ins Wasser, zog mir das Brett an die Füße, machte mich klein und startete…..Es ging zweihundert Meter gut und dann leider ungwollt geflogen. Ich habe nicht darauf geachtet, das Brett genug im Wasser zu kanten. Kantet man das Brett nicht ausreichend schliddert man weg, denn die Wasseroberfläche wird spiegelglatt. Doch mit der Übung kam der Erfolg ich schaffte es mitlerweile zu fahren. Hin und her. Ich musste zwar, um zu wenden, einen neuen Wasser start machen, jedoch war dies auch kein Problem für mich. Mich interessierte mehr das Höhe laufen und Höhe ziehen, denn dies sollte der nächste Schritt sein, den ich lerne. So war es dann schließlich auch es klappte von mal zu mal besser. Doch musste ich im wahrsten Sinne des Wortes immer noch “Höhe laufen”. Ich verlor zwar nicht mehr all zu viel an Höhe wie manch ein Anfänger, jedoch war der Verlust der Höhe nach einer Stunde schon zu sehen. Ich musste also, um weiter kiten zu können, wieder gegen den Wind inklusive Kite am Himmel und Brett in einer Hand zu der Höhe laufen, wo ich angefangen habe. Am Ende des Tages war ich so fix und fertig, dass ich nur noch etwas gegessen habe und mich darauf schlafen gelegt habe.

Die Tage darauf sind so Windstill gewesen, dass wir uns in der Sonne haben braten lassen. Wenn schon nicht gerade kiten kann, kann man sich ja sonnen. Wie die Tage zuvor: Die Sonne brannte und keine Wolken am Himmel.

Der Mitwoch verprach uns dann wieder Wind zu geben. Da an diesem Tag Ostwind angesagt war, sind wir morgen um neuen Uhr vom Campingplatz Suhrendorf nach Rosengarten gefahren, da Rosengarten auf der Ostseite der Insel Rügen liegt. Morgens ist zwar nur eine leichte Briese gewesen, doch wurde es von Stunde zu Stunde mehr. Um den Mittag rum war mich die beste Zeit um mit dem neuner Kite raus zu gehen. Tage zuvor habe ich mich mit meiner Freundin über die Halse unterhalten. Das ist eine Art von Kurve die im gefahren wird um in die anderen Richtung weiter zu fahren ohne einen erneuten Wasserstart machen zu müssen. An dem Tag wollte ich es unbedingt wissen. Ich bemühte mich sehr das Höhe laufen hin zu bekommen. Erstaunlicherweise  klappte es auf anhieb. Also wollte voller Eifer auch die Halse hinbekommen. Ich habe mir im Kopf vorher überlegt, wie ich das Brett drehen müsste. Es war der moment der Warheit gekommen. Ich versuchte es und es hätte fast geklappt, jedoch bin ich im Wasser versunken und flog schon zur gleichen Zeit übers Wasser. Ich dachte mir:”Naja, passiert, das nächste Mal klappt.” Ich versuchte es ein weiteres Mal und es klappte. ich hab natürlich direkt gejubelt und hörte dann eine halbe Minute später an Land: “DU ARSCH!” Das war meine Freundin, die erstens es nicht glauben konnte und zweitens sauer war, weil sie dafür viel länger gebraucht hat als ich. Es war ein sehr erfolgreicher Tag, man lernt doch immer was dazu.

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