Die Westdeutsche Meisterschaft im Ju-Jutsu Fighting und Duo in Hanau
Ju-Jutsu, Kampfsport, News Add commentsAm vergangenen Sonntag fanden die Westdeutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu Fighting und Duo in Hanau statt. Die jeweils fünf besten Kämpfer einer Gewichtsklasse aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein Westfalen kämpften um den Titel auf Gruppenebene und die Teilnahmeberechtigung zur Deutschen Meisterschaft. Auch der Paderborner Markus Buthe mischte in seiner Gewichtsklasse -85kg auf der Kampffläche mit.
Der Kader-Athlet musste direkt zu Anfang des zweiten Wettkampftages, an dem die Senioren kämpften, ran und starte im Pool B.
Mit Erreichen des Viertelfinales musste der TVler gegen Reimund König vom TV Pirmasens antreten. Hier konnte sich Markus in Part 1 mit Schlag- und Tritttechniken einen Vorsprung erarbeiten, hatte aber in Part 2 (Judo Standkampf) und Part 3 (Bodenkampf) schwer zu kämpfen und konnte nicht vor Ablauf der drei Minuten Kampfzeit frühzeitig gewinnen. Der Paderborner sackte den Sieg dann aber mit einem klaren Vorsprung ein.
Im Halbfinale trat der Paderborner dann auf Alexander Kirnow vom PSV Kassel, an dem sich Buthe so richtig die Zähne ausbiss.
Markus kämpfte auch hier wieder sicher in seiner Spezialdisziplin Part 1 eine Ippon-Wertung (zwei Punkte) nach der anderen.
Und auch hier gelang es ihm einfach nicht, den Gegner in Part 2 zu werfen. Kirnow, russischer Abstammung, die oft dem Judo oder Sambo verpflichtet und deswegen sehr stark in Part 2 + 3 sind, dominierte durch seine Kraft so stark, dass Buthe im Bodenkampf sehr unbequeme Bodenkämpfe meistern musste und sich dabei einige Verletzungen durch Mattenbrand im Gesicht zuzog. Erneut erst nach Ablauf der drei Minuten Kampfzeit gewann Markus den Einzug ins Finale mit einem 7-Punkte Vorsprung.
Auf großen Turnieren wie der Westdeutschen Meisterschaft ist es so, dass alle Finalkämpfe nacheinander auf der mittleren Matte ausgetragen werden und einzelne Kämpfer, die sehr früh mit ihren Kämpfen begonnen, lange auf ihr Finale warten müssen. Das bedeutet, dass sich diese Kämpfer erneut erwärmen müssen und sich auf Sieg einstimmen müssen, um fit zu sein für die letzte Entscheidung des Turniers.
Zum Finale standen ca. 250 Gäste an der Absperrung zur Matte und riefen die Namen ihrer Sympathisanten. Die Kontrahenten und die jeweiligen drei Kampfrichter wurden namentlich aufgerufen. Sven Fritz vom PSV Wuppertal in Rot und Markus Buthe vom TV 1875 Paderborn in Blau. Beide sind mehrfache Landesmeister im wettkampfreifen Alter mit Erfahrung.
Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hatten beide schon in der Tasche, doch jetzt ging es um den Titel des Westdeutschen Meisters.
Im Kampf schenkten sich beide NRWler nicht viel und hier schafften es beide nicht, sich in Part 2 mit einem erfolgreichem Wurf durchzusetzen.
Auch der judoerfahrende Fritz wurde erst im Bodenkampf so richtig gefährlich, dass Markus hilfewedelnd abschlug. Es war keine Technik, die ihm zu schaffen machte, nur bekam er so hermetisch eingeschlossen in Jacke des Gegners und Armen keine Luft mehr.
Buthes Landestrainer und Coach Jürgen Hatzky norderte Buthe taktisch ein und rief ihm immer wieder sein Ziel vors innere Auge, Westdeutscher Meister werden zu wollen.
Beide Kämpfer wechselten bei der Punktewertung in der Führung, so dass es für den TVler abwechselnd Führung, gefolgt vom Rückstand hieß.
Genau 12 Sekunden vor Ablauf der vollen Kampfzeit lag Markus mit einem Punkt im Rückstand und Fritz wusste taktisch, dass Buthe kommen musste, um daran etwas zu ändern. Und Buthe kam, punktete und lieferte sich mit Fritz eine wahre Schlacht voller Schläge und Tritte.
Mit Ablauf der Zeit stand es 19:16 für Buthe und von draußen protestierten die Anhänger Fritzs, dass die Kampfrichter eine Ipponwertung, bestehend aus zwei Punkten, für den Wuppertaler vergessen hatten.
Die Kampfrichter traten zur Beratung zusammen und für Buthe begann mit starrem Blick auf die Wertungstafel die längste Zeit des Kampfes.
Jetzt gaben die Kampfrichter eine Waza-Ari für Fritz, wodurch es nur noch 19:17 stand und die Kampfrichter noch über die fehlende Ipponwertung diskutierten. Hätte diese Fritz bekommen, hätte Markus ein mega Problem gehabt. Sie gaben ihn aber nicht und Buthe offiziell zum Sieger erklärt.
Am 24.06. – 26.06. finden die Deutschen Meisterschaften in Großbeehren bei Berlin statt. Der Nordrhein Westfälische Ju-Jutsu Verband kam in der Länderwertung auf Platz Zwei. Siegen konnte hier das Bundesland Hessen, Rangletzes war das Saarland noch vor Rheinland Pfalz.
Weitere Infos und Fotos unter: www.jujutsufighting.de




















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