Trainingsmethoden

Kampfkunst, Kampfsport Add comments

Trainingsmethoden sind die variablen Wege nach denen wir unser Können trainieren und verbessern. Von den einzelnen Drills, die bestimmte Techniken, Strukturen oder Abläufe trainieren und einschleifen über die etwas fortgeschrittenen Übungen, die eine Art Frage und Antwort Spiel zwischen den Partnern sein können, bis hin zu dem freien Kämpfen, das alle Eigenschaften und alle Aspekte der Kampfkunst beinhalten kann.
Dabei sollte man niemals vergessen, dass ein Drill oder eine Trainingsübung kein richtiger Kampf ist. Es geht mehr das verletzungsfreie Miteinander als Schulung, nicht um einen Wettkampf oder eine Selbstverteidigungssituation. Nur weil der eine in einem bestimmten Drill gut ist, heißt das noch lange nicht, dass er dadurch der besondere unschlagbare Kämpfer geworden ist. Egal, wie gut die Pratzenarbeit des einen ist, dass heisst nicht, dass er das auch im Kampf umsetzen kann. Psychologische und psychische Einflüsse spielen hier ebendso eine Rolle.
Und letztendlich ist auch Sparring, egal in welcher Form, nur ein Drill, der möglichst nah an den realen Kampf rankommen sollte, aber denoch in letzter Instanz von ihm entfernt bleibt.

Generell kann man die verschiedenen Trainingsmethoden im JKD in drei Kategorien teilen, wobei sich diese Kategorien weiter in verschiedene Unterkategorien teilen können. So entwickeln sich die Hauptkategorien von “festgelegt” hin zu “frei”, man kann bestimmte Eigenschaften extra mit dazu tun und sollte jeweils die bereits beschriebenen 5 Wege des Angriffs im Kopf behalten. Allgemein kann man jedoch sagen, dass sich das Training in der Richtung: Form -> Schnelligkeit -> Kraft entwickelt. D.h. Es wird erst Wert auf eine ökonomische, individuell-richtige Form oder Ausführung gelegt. Von hieraus wird versucht, die Bewegung oder die Technik schneller und kraftvoller ohne Aufgabe der Form zu trainieren. Hierbei fließen dann auch die anderen benötigten Eigenschaften ein.

Der erste Ansatz im Training ist das Solo-Training.

Hierein fällt alles Training, das der Praktizierende alleine ausführen kann wie z.B. Formen, Shattenboxen, Equipment Training sowie die Visualisation der Abläufe. Immer unter den oben genannten Ausführungswegen von “festgelegt” nach “frei” und unter der Berücksichtigung der Form -> Schnelligkeit -> Kraft Entwicklung.

Es folgt das Partnertraining.

Unter Beibehaltung der Reihenfolge und der erlernten Dinge aus dem Solotraining trainiert man hier gegen einen erst kooperativen, später immer mehr Widerstand leistenen, Partner. Eigenschaften wie Timing, Distanz, Überbrückung etc.pp. Kommen hier mit dazu. Geschult werden diese in Drills und im Sparring, dass auch in bestimmten technischen Aspekten limitiert sein kann.

Die dritte Kategorie ist das theoretische Training.

Hierzu gehört die Erklärung der Prinzipien und Konzepte, diverser Strategien und Taktiken, die Erläuterung des theoretischen Hintergrunds und der Basis. Legale Aspekte der Selbstverteidigung, Trainingsmethodik, medizinische und Ernährungstipps und die allgemeinen Fragen zur Kampfkunst gehören hier dazu. Diese können in Einzel- oder Gruppengesprächen, Dialogen, Diskussionen oder Vorträgen stattfinden. Auch sollte jeder Kampfkünstler selbstmotiviert sich über die diversen Informationsmedien zur Kampfkunst informieren.

Letztendlich ist diese Kategorisierung des Trainings auch nur eine Krücke für den Weg, eine Messlatte für die Selbstbetrachtung und die Betrachtung des eigenen Trainings. Alle Aspekte einer Kampfkunst sollten in dieser Art trainiert werden, um letztendlich vollständig zu üben.

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