Trainingequiptments

Kampfkunst, Kampfsport Add comments

Ein wichtiger Bestandteil des Trainings im JKD ist das Training mit dem verschiedenen Trainingsequipment. Es ist für jeden Instructor eine große Herausforderung, das Training so realistisch wie möglich zu gestalten, die Trainierenden so nah wie möglich an verschiedene Dinge heranzuführen. Equipment Training ist dafür im JKD eine unerlässliche Voraussetzung. Trainings-Equipment ist die Grundlage dafür, dass man nicht in jedem Training unter vollem Einsatz mit seinem Partner “kämpfen” muss. Sparring spielt im JKD eine zentrale Rolle, jedoch kann man mit dem richtigen Equipment bestimmte Arbeitsweisen isolieren und bestimmte Aktionen und Reaktionen einschleifen. Direkt, praktisch und realistisch…

Focus mitts, Focus gloves oder Handpratzen:

Ein unersetzliches und universelles Trainingsteil. Für mich persönlich eins der besten Trainings-Equipments überhaupt. Je nach Anwendung kann man mit jeder Übung ganz verschiedene Eigenschaften und Erwiederungen üben. Angefangen mit aeroben Workout über Focus und Reaktion bis hin zu Kraft-Schlag-Übungen ist die Handpratze, wenn sie von einem gut geschultem Halter benutzt wird, das Trainings-Werkzeug schlechthin. Aufgrund der Dicke des Materials kann jederzeit bedeutend stärker darauf gearbeitet werden als z.B. mit einem Trainingspartner im Sparring. Die Größe ermöglicht einen Einsatz beim Treten, beim Schlagen, im Infight sowie am Boden. Der Halter kann mit diesem Werkzeug den Partner auch stark unter Druck setzen, da die Handpratze auch das Schlagen durch den Halter ermöglicht. Je nach Geschwindigkeit der Anwendung ist jede Übungseinheit mit der Handpratze eine Herausforderung.

Thai Pads:

Ähnlich den Handpratzen erlauben die Thai Pads noch härteren Kontakt. Zum Treten und Schlagen hervorragende Pratzen, aber aufgrund von Größe und Gewicht etwas schlechter im Infight und am Boden einzusetzen, obwohl einem guten Instructor auch das mit etwas Phantasie gelingen sollte. Diese Pratzen eignen sich hervorragend für diversen Konditionsdrills, da die Teilnehmer hier “volle Kanne” und in Bewegung aus sich herausgehen müssen.

Der Wooden Dummy oder Mook Jong:

Ein Trainings-Werkzeug, dass aus dem Wing Chun im JKD verblieben ist, auch wenn im JKD die Anwendung aus verschiedenen Gründen etwas anders aussieht. Sehr gut geeignet für das Solo-Training und somit für das Einprägen spezieller Techniken und das Ausrichten auf den Gegner schult der Dummy neben Kraft und “Zähigkeit” insbesondere eine gute Form bei der Ausführung.

Der Sandsack:

Der “Trainingspartner”, der kommentarlos alles einsteckt und nie zurückhaut, sich bewegt und ab und zu auch “meidet”, und in diversen Ausführungen vom Speedball über den “Top-and-Bottom-Bag” bis hin zum landläufig bekannten schweren Sandsack unzählige Anwendungen ermöglicht. Es ergeben sich Übungen für das Treten, Schlagen, Ellenbogen, Knie, Kopfstöße und als Bodensack auch für das Grappling. Timing, Kraft, Form, Ausdauer und den Fluss der Bewegung werden an diesem Werkzeug eine Herausforderung. Und das alles, auch wenn mal kein Trainingspartner vorhanden ist.

Trittschild:

Wie die Handpratze und das Thai Pad ist das Trittschild ein weiteres Schlag- und Trittziel, dass mit einem Trainingspartner zu benutzen ist. Neben den guten Eigenschaften für die Ziel- und Kraftentwicklung kann man mit dem Trittschild den Trainierenden auch sehr unter Druck setzen, indem man ihn z.B. damit “Jagd”.

Papier:

Bruce Lee war ein großer Verfechter des Papier-Ziels, eines an einer Schnur befestigtem, hängendem Blatt Papier, welches er u.a. für seine Zielübungen und zur Schulung des Focus benutzte. Durch Veränderung des Focus (Durschlagen, direkt dagegen schlagen, kurz vorher stoppen) lernt man sehr viel über Distanz und Reichweite sowie Explosivität und “Snapping” in seinen Körper-Waffen.

Training mit Equipment ersetzt nicht das Training mit einem echten Trainingspartner. Es ist auch dafür nicht gedacht. Es ergänzt und ermöglicht eine bestimmte Art und Weise des Trainings, die für den Kampfkünstler und Kampfsportler wichtig und unerlässlich ist. Die Grenzen des Equipment-Trainings liegen hier bei der Anwendung und beim Einsatz anderer Werkzeuge als Equipment nur in der Phantasie der Teilnehmer

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