Mix it up

Jeet Kune Do, Kampfkunst Add comments

Eine besondere Schwierigkeit in der Theorie des JKD ist die Vorstellung des “Mischen verschiedener Kampfkünste“, die ja im JKD vorhanden sein soll. So gehen scheinbar einige Kampfkünstler hin und “nehmen” ein paar Techniken aus dem Muay Thai, ein paar Techniken aus dem Wing Chun und ein paar Techniken aus dem Jiu-Jutsu, vermengen das ganze irgendwie und glauben und/oder propagieren, sie würden nun JKD machen.
Dem ist aber nicht so! JKD ist keine Ansammlung von den “besten” Techniken aus Gung Fu, TKD, Muay Thai etc.pp. Ein Mixen dieser Stile würde aufgrund einer mangelnden Basis und Struktur auch gar keinen Sinn machen. Bruce Lee selber erklärte JKD durch die Herkunft aus dem Fechten, dem Boxen und Wing Chun. Heißt das, er nahm die Techniken dieser Systeme und mischte sie? Nein. Mit dem Mischen ist im JKD etwas ganz anderes gemeint. Bruce Lee und seine JKD Schüler setzten Techniken, Konzepte, Prinzipien und Strategien auf eine Struktur, die in allen Kampfdistanzen funktionierte. Sie “mischten” Tritte, Schläge, Trapping, Infight und Grappling in der langen, der mittlere, der nahen und der Grappling-Distanz.
Nach Bruce Lees Tod gaben Kampfkünstler wie Dan Inosanto und Larry Hartsell Seminare, bei denen diese Mischung, bzw. der Übergang und die Transition von Treten zu Grappling, von Schlagen zu Grappling und von Trapping/Clinching zu Grappling Themen waren.
Sie waren Pioniere des Mischens und des Übergangs der verschiedenen Kampfdistanzen. Dabei half ihnen die Struktur des JKDs, die in allen Distanzen gleich die Plattform für die Techniken ist.
Das Mischen im JKD bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf das Mixen von unzusammenhängenden Techniken, sondern auf das Übergehen von der einen Kampfdistanz in die nächste, das Erkennen der Zusammenhänge, das Trainieren einer gültigen Struktur in allen Distanzen und dem Mischen eben dieser Distanzen.

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