Anpassungfähigkeit und Distanzgefühl

Jeet Kune Do, Kampfkunst, Kampfsport Add comments

Anpassungsfähigkeit:

JKD sollte den Trainierenden für die verschiedenen Möglichkeiten und Geschehnisse eines Kampfes vorbereiten. Dabei geht es im JKD nicht um die unzähligen und unendlichen Möglichkeiten der diversen Techniken, sondern um die Chance, sich einem bestimmten Szenario anzupassen und die richtige Problemlösung parat zu haben. Strategie und Taktik sind hier wichtiger als Millionen von Techniken und Konter-Techniken. Zu wissen, wie man den gegnerischen Angriff stoppt oder die gegnerische Aktion stört und umgeht ist wichtig. JKD entwickelt deswegen anpassungsfähige Strategien, um wirksam zu sein. Dieses Training wird langfristiger und intensiver gestaltet, als ein “Gegner mach X, du antwortest mit Y, er macht daraufhin Z und dir bleibt dann …” Reine Spontanität in direkter Anwendung ist das Ziel. Die eigenen Stärken und Schwächen kennen und danach zu agieren. Im JKD wird nicht einstudiert, es wird entwickelt, JKD wird auf die Anforderungen zurechtgeschnitten und ist daher anpassungsfähig. Dies macht ein intensives Beschäftigen mit den verschiedenen Distanzen notwendig.

Distanzgefühl:

Generell versteht man beim Training darunter den Abstand zwischen zwei Kämpfern. Im JKD befasst sich der Trainierende weitaus intensiver mit den Auslegungen dieses Wortes. Da sind erstmal die eigene Distanz, sprich Reichweite. Diverse Trainingsdrills und Übungen zielen im JKD auf das instinktive Erkennen der eigenen Reichweite und der intuitive-richtigen Auswahl der passenden Technik ab. Die Einteilung in Tritt-, Schlag-, Festlege- und Grappling-Distanz kann dabei verwirren. Gemeint ist damit nicht, dass zum Beispiel in der Schlagdistanz nur geschlagen werden kann/darf. Auch hier sind Tritte einsetzbar. Die Namensgebung ist relativ zur Reichweitenerkennung gedacht, und sollte trotzdem fließende Übergänge und Einsatzmöglichkeiten offen halten. Wichtig ist auch zu erkennen, in welcher Distanz ein Kampf anfängt und wie in dieser Distanz die Abfangmöglichkeiten sind. So hat z.B. der JKD-Stoppkick eine bestimmte Distanz, in der er funktioniert. Beginnt der Kampf in einer anderen Distanz, ist eine andere Technik erfolgreicher. Auch hier wird viel Wert auf die Anpassungsfähigkeit gelegt. Ein Teil des Trainings zielt auch auf die sicheren Übergänge in diverse Distanzen ab; das so genannte “Entering”. Um seine eigene Deckung beim Reingehen in bestimmte Distanzen nicht zu opfern, werden hier bestimmte Taktiken dafür trainiert.

Distanzgefühl und Anpassungsfähigkeit sind wichtige Bestandteile des Training im JKD.

Schlagwörter: , , , ,


Leave a Reply

 

2009 Bruce Lees Kampfkunst Blog | Powered by WordPress | Wordpress Themes .