Längste Waffe zum nächsten Ziel

Jeet Kune Do, Kampfkunst, Kampfsport Add comments

Jeet Kune Do als Selbstverteidigung legt eine bestimmte Gewichtung auf den Präventivschlag in der Verteidigung. Jeet bedeutet übersetzt “abfangen”, “stoppen”, “unterbrechen”. D.h., dass ich mit bestimmten Mitteln versuche, dem Angriff meines Gegners zuvor zukommen, ihn nicht nur physisch, sondern auch psychologisch, seine Angriffsmotivation, abzufangen und zu stoppen.
Dazu muss man sich im JKD nicht nur andauernd der Distanz, in der man sich zum Gegner befindet, in Betrachtung ziehen, sondern muss spezielle Taktiken für das Abfangen entwickeln. Eine dafür ist, dass das Ziel, das dem JKD’ler am nächsten liegt, mit der längsten Waffe, also zum frühstmöglichen Zeitpunkt, angegriffen wird. Das ist es, worum es letztendlich beim Abfangen geht.
Im Falle der Tritte ist das der Sidekick ( Seitwärtstritt ) mit dem vorderen Bein mit dem Ziel des Knies/Schienbein des Gegners.
Beim Oberkörper (und einer geringeren Distanz) ist das der Fingerstich zu den Augen des Gegners.
Die benutzte Waffe sollte also im Zusammenspiel mit dem gewählten Ziel nicht nur den Angriff des Gegners abbrechen, sondern den eigene Angriff einleiten und den Gegner in die Defensive treiben. Dabei muss die Angriffsmotivation des Gegners gestört werden. Dies geschieht am besten, indem man ihm zum frühstmöglichen Zeitpunkt seines Angriffes, am besten während der Vorbereitung eines Angriffes, trifft. Der Sidekick zum Knie sollte dem Gegner dabei die Mobilität, der Fingerstich zu den Augen die Sicht nehmen. Ein Gegner, der sich nicht bewegen oder nicht sehen kann, kann leichter besiegt werden.

Die hierfür benutzte Basisannahme ist, dass derjenige, der in dieser Situation den ersten Wirkungstreffer setzt wahrscheinlich der Gewinner der Konfrontation ist. Eine einfache aber wirkungsvolle Regel.

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